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Schülerrückgang zwingt zu Massnahmen

Die Schülerzahlen sinken. Ab 2019/2020 soll es eine neue Schulorganisation geben.

Nach einer zustimmenden Abstimmung an der Adelbodner Frühlingsgemeindeversammlung 2018 wird es im Schulhaus Hirzboden eine Stufenschliessung geben.
Nach einer zustimmenden Abstimmung an der Adelbodner Frühlingsgemeindeversammlung 2018 wird es im Schulhaus Hirzboden eine Stufenschliessung geben.
Corina Kobi

Aufgrund der drohenden Schülerknappheit musste sich der Gemeinderat den eigentlich schon lange bekannten Tatsachen stellen und neue Lösungen für den Schulbetrieb in Adelboden finden. Die Schulkommission unter Präsident Willy Schranz-Hari lud am Dienstagabend ins Schulhaus Hirzboden zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein, an der das ausgearbeitete Konzept vorgestellt wurde.

Handeln im Hirzboden

Die Entwicklung der Schüler­zahlen zeigt in Adelboden nach unten. Waren es vor zehn Jahren noch 445 Kinder, aufgeteilt in 24 Klassen, sind es heute noch deren 323 in 16 Klassen mit 41 Lehrpersonen. Bis 2022/2023 gibt es einen dramatischen Rückgang auf 281 Schulpflichtige. Dies unterschreitet die Richtlinien des Kantons um einiges und zwingt die Gemeinde, Änderungen in den Schulstrukturen vorzunehmen.

Dabei wurden die Belegungszahlen aller sechs Schulhäuser überprüft, und der Gemeinderat kam zu folgenden Schlüssen: Nur in der Sekundarstufe im Dorf stehen die Schülerzahlen im oberen Bereich. Gleich bleibende Zahlen bestehen in den Schulhäusern Ausserschwand und Dorf.

Dafür sind die Schülerzahlen in der Realschule Dorf stets knapp bemessen und auch im Kindergarten Boden besteht ein Aufhol­bedarf. Prekär stellt sich die Si­tuation im Hirzboden dar. Die ­Basisstufe (KG bis 2. Klasse) wird bis Ende Schuljahr 2018/2019 ­bewilligt; danach besteht Handlungsbedarf.

Vorsichtige Umstrukturierung

Die Strategie des Adelbodner Gemeinderates sieht vor, dass Kindergärten und Klassen bis zum 6. Schuljahr vor Ort bleiben und dass die Vorgaben des Kantons erfüllt werden müssen. Das heisst durchschnittlich 19 Schüler pro Klasse und dass die Lektionen pro Schüler eingehalten werden müssen (KG 1,5/Primar 1,7 und Sek. I 2,0).

Die Umstrukturierung soll laut Willy Schranz «pädagogisch einigermassen sinnvoll sein, und es muss in kleinen Schritten mit möglichst wenigen Betroffenen vorgegangen werden». Diese Ansichten bewiesen sich auch bei den einzelnen Fragen der anwesenden 30 Personen.

Laut Schranz bestehe die feste Absicht, am Schulort Hirzboden festzuhalten. «Und natürlich bleibt die nächste Gemeindeversammlung abzuwarten. Es können auch dort noch spezielle Anträge erfolgen.»

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