Schwelgerische Melodien mit virtuosem Können präsentiert

Hondrich

Mit Witz, Charme und berührend unterhaltsamer Musik verzauberte das Salonquintett I Galanti das Publikum am traditionellen Neujahrs-Doppelkonzert.

Das Salonensemble I Galanti (von links) Michael Keller, Franziska Grütter, Bruno Leuschner, Nebojša Bugarski und Bettina Kellerverzaubert in witziger, unterhaltsamer Art mit einem überausabwechslungsreichen Überraschungsprogramm.

Das Salonensemble I Galanti (von links) Michael Keller, Franziska Grütter, Bruno Leuschner, Nebojša Bugarski und Bettina Kellerverzaubert in witziger, unterhaltsamer Art mit einem überausabwechslungsreichen Überraschungsprogramm.

(Bild: Heidy Mumenthaler)

Es ist bei den Hondricher Kammermusikkonzerten nicht mehr wegzudenken: das Neujahrs-Doppelkonzert zum Auftakt der Konzertreihe. Übers Wochenende pilgerten bei schönstem Wetter viele Besucher zum Inforama Hondrich. Am Sonntag war das Konzert nahezu ausverkauft.

Erfreut zeigten sich die Organisatorinnen darüber, auch Kinder und etliche neue Gesichter in den Stuhlreihen entdecken zu können. Es gab, wie zu erfahren war, auch solche, die es erstmals in ihrem Leben wagten, ein klassisches Konzert zu besuchen. Auf dem Programm standen sowohl virtuose, rhythmisch prägnante Stücke als auch etliche eingängige Melodien, welche das Gemüt so richtig ergötzten und aufheiterten und das Publikum so richtig schwelgen liessen.

Meisterhaft präsentierte das 20-jährige Salonquintett I Galanti seine vielen Einfälle und die neusten Trouvaillen. Trotz seines Jubiläumskonzerts im vergangenen August waren zwei Drittel der Stücke ganz neu, so wie es bei diesem speziellen Ensemble quasi zur Tradition gehört.

Spielereien und Tänze

Rasante Läufe fegten beim Eröffnungsstück wie ein Lauffeuer durch alle Register, ganz nach dem titelgebenden Motto «Da capo», immer wieder von vorne. Kompositionen von Georges Boulanger überraschten im unterhaltsamen Konzert mit einigen witzigen Spielereien, insbesondere im «Radiomarsch», bei welchem ein Schmunzeln durch die Zuhörerreihen zu vernehmen war, oder beim «Flageolet-Walzer», wo schwindelerregend hohe Töne das Publikum fesselten und sogar das Postautomotiv miteinbezogen wurde.

Auch zwei der beliebten «Ungarischen Tänze» von Brahms liessen aufhorchen. Besondere Aufmerksamkeit galt den Tangos von Astor Piazzolla, die für farbige Abwechslung sorgten.

Klangliches Feuerwerk

Erfrischend wirkten Sebastian Lees «Jagdstück», der «Bauerntanz» von Constantin Dimitrescu und Karel Svobodas «Aschenbrödel». Wie es die Namen verraten, kamen die Zuhörenden in den Hörgenuss einer musikalischen Reise, welche die Gäste von Südamerika über Europa bis weit in den Norden entführte. Erfreulicherweise stand der Cellist einige Male im Zentrum und löste mit virtuosem, von den warmen Tiefen bis in höchste Höhen reinem Spiel viel Begeisterung aus.

Das Salonensemble in Wiener Besetzung mit zwei Violinen (Michael Keller, Franziska Grütter), Violoncello (Nebojša Bugarski), Kontrabass und künstlerische Leiterin (Bettina Keller) und Klavier (Bruno Leuschner) bot mit Spielfreude, Spontaneität ein äusserst witziges, schwungvolles, stimmungsvolles, klangliches Feuerwerk.

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