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Gibt es ein Freibad wie 1932?

Das Freibad Gruebi in Adelboden muss saniert werden. Die heutigen Betreiber müssen gemäss Vereinbarung mit der Gemeinde als Besitzerin ein Projekt vorlegen. Am 3. April wird über eine Vorlage von 2,6 Millionen Franken abgestimmt.

Das Adelbodner Freibad Gruebi im heutigen Zustand: Das verkleinerte Becken soll wieder auf 50 Meter verlängert werden.
Das Adelbodner Freibad Gruebi im heutigen Zustand: Das verkleinerte Becken soll wieder auf 50 Meter verlängert werden.
Hans Rudolf Schneider

Das Hin und Her um das traditionsreiche, aus dem Jahr 1932 stammende Freibad Gruebi in Adelboden geht in die nächste Runde: Am 3. April wird über einen Sanierungskredit von 2,6 Millionen Franken sowie wiederkehrende Betriebskosten von 100'000 Franken an der Urne ­abgestimmt. Damit soll das Bad weitgehend in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, das heisst mit 50-Meter-Becken, Sprungturm und Musikpavillon.

Wie kam es dazu?

Nach der negativ ausgefallenen Urnenabstimmung zu den Sa­nierungsvorschlägen der Gemeinde Adelboden vom 15.?Mai 2011 und der Kündigung von Adelboden Tourismus als Betreiber beschloss der Gemeinderat die Schliessung des Schwimmbads Gruebi nach der Saison 2011. Daraufhin bildete sich eine Interessengemeinschaft für den Erhalt des Freibades Adelboden.

Nachdem sich der Schwimmklub Adelboden als möglicher Betreiber anerboten hatte, legte der ­Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 27. April 2012 einen Nutzungsvertrag über drei Jahre bis Saisonende 2014 zur Abstimmung vor. Dieser wurde von den Gemeindebürgern genehmigt. An der Gemeindeversammlung vom 25. April 2014 wurde der Vertrag um weitere fünf Jahre bis und mit Sommersaison 2019 ohne Änderung verlängert.

Pflicht zu neuem Projekt

Nebst der Regelung der Betriebsfinanzen enthält der Nutzungsvertrag mit der Gemeinde als Freibadbesitzerin die Bestimmung, dass der Betreiber einen Vorschlag über ein Nachfolgeprojekt vorzulegen hat. Zu diesem Zweck bildet sich aus der vom Schwimmklub eingesetzten Betriebskommission eine Planungsgruppe. Diese arbeitete ein Sanierungsprojekt inklusive Bau- und Betriebskosten aus und legt ein Finanzierungskonzept vor.

Die letzten Sanierungsarbeiten wurden 2004 ausgeführt. Diese Arbeiten beschränkten sich aber fast ausschliesslich auf die Reduktion des Schwimmbeckens von 50 auf 25 Meter. Die Schwimmbadtechnik und die desolaten sanitären Anlagen wurden dabei nicht miteinbezogen. Das Freibad Gruebi braucht nun eine Gesamtsanierung.

Fast wie früher

Um dem Bad Adelboden seine Einzigartigkeit zurückzugeben, hat sich die Arbeitsgruppe am ursprünglichen Entwurf von Beda Hefti orientiert und darauf basie-rend ein entsprechendes Sanierungsprojekt ausgearbeitet. Die wichtigsten Eckpunkte sind dabei die Wiederherstellung des ­50-Meter-Beckens, der Bau eines Sprungturms und die Sanierung der Garderobenanlagen.

Zudem ist das Kinderbecken wieder im runden Originalzustand geplant und ein Wiederaufbau des Musikpavillons vorgesehen. Die Sanitäranlagen, die Restauration und die Wasseraufbereitung werden erneuert, und mit einer Solaranlage werden die Heizkosten optimiert. Die Baukosten wurden in der aktuellen Projektphase als Kostenschätzung mit einer Genauigkeit von +/– 20 Prozent ermittelt. Die Anlagekosten belaufen sich dabei auf 2,6 Millionen Franken und die jährlichen Betriebskosten auf 200'000 Franken, wie die Gemeinde ausführt.

Die Stimmberechtigten können sich nun am 3.?April an der Urne äussern, ob sie dazu bereit sind, die Sanierung sowie den jährlichen Betriebskostenbeitrag von 100'000 Franken – bisher waren es 70'000 Franken ­­­– aus der ordentlichen Gemeinderechnung zu berappen. Die anderen 100'000 Franken stammen von Adelboden Tourismus aus den Kurtaxeneinnahmen. Zwei Infoanlässe dazu finden am Dienstag, 15.?März, in der Aula des Sekundarschulhauses und am Montag, 21. März, im Mehrzweckraum des Bodenschulhauses, jeweils um 20 Uhr, statt. Ab Anfang März sind die detaillierten Unterlagen auf der Website der Gemeinde Adelboden (www.3715.ch) aufgeschaltet.

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