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Segelschiff und Velo nehmen Fahrt auf

Innovatives junges Berner Oberland: Anja von Allmen, Nicola Fankhauser und Nino Steiner zeigten am Neujahrsapéro der Volkswirtschaft, was das bedeuten kann.

Dieses Trio stellte sich anlässlich der Verleihung des Innovationspreises am Neujahrsapéro der Volkswirtschaft Berner Oberland im Gymnasium Interlaken vor (v.l.): Anja von Allmen, Junioren-Weltmeisterin im Laser-4.7-Segelboot, Nino Steiner und Nicola Fankhauser. Letztere stellten für ihre Abschlussarbeit als Zimmerleute ein Fahrrad mit hölzernem Rahmen her.
Dieses Trio stellte sich anlässlich der Verleihung des Innovationspreises am Neujahrsapéro der Volkswirtschaft Berner Oberland im Gymnasium Interlaken vor (v.l.): Anja von Allmen, Junioren-Weltmeisterin im Laser-4.7-Segelboot, Nino Steiner und Nicola Fankhauser. Letztere stellten für ihre Abschlussarbeit als Zimmerleute ein Fahrrad mit hölzernem Rahmen her.
Steve Wenger

«Es ist wichtig, Zeit zu haben für inspirierende Sachen, die Energie geben», sagte Jürg Grossen, Präsident der Volkswirtschaft Berner Oberland, in der Aula des Gymnasiums Interlaken vor 240 Teilnehmern am Neujahrsapéro. Er sprach von «der Plattform für neue Ideen», die in ihr 101. Vereinsjahr geht.

Der Apéro stand unter dem Titel «Innovatives junges Berner Oberland». Drei junge Oberländer sorgten für Inspiration. Anja von Allmen aus Spiez ist Junioren-Weltmeisterin in einem Laser-4.7-Segelboot. Sie stellte sich und ihre Passion, auf dem Wasser zu sein, den Wind zu spüren und mit den Wellen zu spielen, sicher, informativ und mit sehr schönen Bildern vor.

Zu spüren war, wie viel mentale Kraft, Disziplin und Kondition es braucht, um die geografisch weit verteilten 130 Segeltage im Jahr zu absolvieren und daneben noch eine gymnasiale Ausbildung zu bewältigen. Zu spüren war auch die Freude, die sie am Leistungssport hat, inklusive Olympia auf der Zielliste.

Nicola Fankhauser und Nino Steiner, Schreinerlernende in Frutigen, sagten sich: «Innovation ist Holz», setzten in ihrer Vertiefungsarbeit an der Berufsschule auf ein Velo mit Holzrahmen und bauten es mit Schnittresten von Nussbaum- und Eschenholz. Geleimt und schiffslackiert ist es stylish, elegant, sportlich und nachhaltig. Inzwischen hat es als Start-up «Wood-Performance» Fahrt aufgenommen, und der Prototyp wird in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule weiterentwickelt, sofern sich das Startkapital finden lässt.

Inspirierende Besuche

Hauptthema des Abends waren die Innovationspreise für Landwirtschaft und Tourismus, welche die Volkswirtschaft vergibt. Es wird sie auch in Zukunft geben, allerdings in einer erneuerten Form, wie Susanne Huber, Geschäftsführerin der Volkswirtschaft Berner Oberland, ankündigte.

Susanne Huber, Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland. (Bild: Steve Wenger)
Susanne Huber, Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland. (Bild: Steve Wenger)

Die Laudationes für die beiden Preisträger 2020 hielten Chantal Beck und Vera Brawand Küng, und sie sprachen beide von inspirierenden Reisen zu den drei Nominierten der beiden Kategorien. Per Film wurde gezeigt, wer nominiert war. Ganz leicht, die Filme zu machen, hatte es die Spiezer Firma Oculus nicht, weil erst im Oktober feststand, wer von den 21 eingereichten Projekten nominiert war.

Es ging im Bild auf den Vogellisi-Berg in Adelboden, ins Diemtigtal zum virtuellen Albert-Schweitzer-Weg (der Lambarene-Arzt, Organist und Humanist war auf Grimmialp in den Ferien), auf die Site-Alp von Santschis ob Zweisimmen und zu Bauer Niklaus Walker und seiner In-Skibar auf Betelberg. Preisträger waren das Snowfarming auf der Tschentenalp und die Fleischtrocknerei von Rolf von Siebenthal in Lauenen.

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