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Sieger trotz einer Niederlage

Beim Klubschwinget siegte Simon Anderegg trotz einer Niederlage im Schlussgang gegen seinen Cousin Matthias Glarner. Mit erfreulich guten Leistungen mischten die Nachwuchs­hoffnungen an der Spitze mit.

Auf den Schultern des amtierenden Schwingerkönigs Matthias Glarner (r.) durfte Simon Anderegg jubeln.
Auf den Schultern des amtierenden Schwingerkönigs Matthias Glarner (r.) durfte Simon Anderegg jubeln.
pd

Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld kämpfte beim Klubschwinget in Interlaken am Pfingstmontag um den Festsieg. Dabei setzte der Unterbacher Simon Anderegg ein dickes Ausrufezeichen. Im ersten Gang bezwang Anderegg mit Joel Wicki den hochge­jubelten Nachwuchsstar aus der Innerschweiz und realisierte bis zum Schlussgang als Einziger fünf Siege. Leider zog sich Wicki bei diesem Gang eine leichte Verletzung zu und musste in der Folge den Wettkampf aufgeben.

Der Punktvorsprung von Anderegg auf seine Verfolger war dabei so gross, dass er schon vor dem finalen Gang als Festsieger feststand. Im Schlussgang nutzte der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner in der zweiten Minute eine kleine Unaufmerksamkeit von Anderegg und siegte mit einem hochgezogenen Kurzzug. Damit zeigte der Meiringer, dass er sich langsam, aber sicher der gewünschten Bestform annähert.

Nachwuchs mischt mit

Grosse Freude bereitete den zahlreichen Zuschauern die Leistungen der hoffnungsvollen Oberländer Nachwuchsschwinger. Hinter den beiden Schlussgangteilnehmern klassierten sich mit Jan Wittwer und Kilian von Weissenfluh zwei grosse Nachwuchshoffnungen der Oberländer mit je vier Siegen und zwei gestellten Gängen im dritten Rang. Im ersten Gang trennte sich Jan Wittwer in einem begeisterten Gang ohne Resultat von Patrick Gobeli. Mit einer erstaunlich abgeklärten Verteidigung neutralisierte Wittwer im dritten Gang alle noch so gut gemeinten Angriffe von Matthias Glarner.

Mit einem Sieg im sechsten Gang gegen den starken Nordostschweizer Beat Wickli erkämpfte sich der Turnerschwinger das Glanzresultat. Mit zwei Plattwürfen startete Kilian von Weissenfluh in den Wettkampf. Wie er im ersten Gang den einheimischen Sieger vom «Emmentalischen» Niklaus Zenger mit einem Hochschwung ins nasse Sägemehl bettete, war eine Augenweide. Einzig gegen den Routinier Hanspeter Luginbühl und einen sehr defensiv eingestellten Beat Wickli fand der Hasliberger kein Siegesrezept.

Auch der Obersimmentaler Patrick Gobeli zeigte seine Fortschritte eindrücklich auf. Vom Einteilungskampfgericht sehr hart angefasst, musste Gobeli nebst dem Unentschieden im ersten Gang und drei Siegen die Überlegenheit Simon Andereggs und Matthias Glarners neidlos anerkennen.

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