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Skiklub Frutigen feiert 100 erfolgreiche Jahre

17 Männer waren es, die vor 100 Jahren den Skiklub Frutigen gründeten. Heute sind es gegen 500 Mitglieder, darunter auch ein Olympiasieger. Das Jubiläum wird mit einem Rennen in der Schwerzi gefeiert.

Das erste Skirennen mit Start auf der Mäggiserenegg und Ziel beim Sekundarschulhaus – Laufzeit rund 12 Minuten.
Das erste Skirennen mit Start auf der Mäggiserenegg und Ziel beim Sekundarschulhaus – Laufzeit rund 12 Minuten.
zvg
Schlosswiid-Schanze 1927: Louis Ramu im Flug.
Schlosswiid-Schanze 1927: Louis Ramu im Flug.
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Der Schwerzi-Hang in Frutigen: Letztes Wochenende wurde der  Lift ganz  wie früher rege benutzt. Rechts die einsame Schneekanone. zvg
Der Schwerzi-Hang in Frutigen: Letztes Wochenende wurde der Lift ganz wie früher rege benutzt. Rechts die einsame Schneekanone. zvg
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Etliche Frutiger dachten wohl, sie hätten einen Sehfehler: In der Schwerzi hinter dem Restaurant Pony steht tatsächlich eine Schneekanone. Und seit letztem Wochenende auch wieder ein kleiner Schlepplift – wie bis in die 1980er-Jahre.

Der Skiklub Frutigen will so sichergehen, dass die zum 100-Jahr-Jubiläum geplanten Parallelslalomduelle am Samstag, 28. Januar, auch sicher durchgeführt werden können. Und das an einem Hang, an dem Hunderte Frutiger Ski fahren gelernt haben.

An mehreren Nachmittagen sowie den Wochenenden im Januar ist der Lift in Betrieb, heute Abend sogar für das Nachtskifahren von 19 bis 22 Uhr. Richtig gefeiert wird dann am Freitag und Samstag, 27. und 28. Januar.

Die Skihütten

Ein Thema zieht sich durch die Geschichte des Klubs, den 17 skibegeisterte Männer (die ersten Frauen wurden erst 1936 aufgenommen) 1917 gegründet haben: die Skihütten. Rasch nach der Gründung war klar, dass Elsigen sich zum gesellschaftlichen und sportlichen Zentrum des Vereins entwickeln würde. Bereits im Gründungsjahr wurde eine Skihütte auf der Elsigenalp betrieben.

«Das stille Elsigen soll nicht ein allgemeiner Rummelplatz werden.»

Aus der Chronik

Immer wieder waren jedoch die Miete und die Platzverhältnisse Thema, bis 1959 nach vielen erfolglosen Versuchen eine eigene Hütte auf gepachtetem Land erstellt werden konnte. Im Jubiläumsheft ist nachzulesen, dass oft Sonderbeiträge von den Mitgliedern für die Hütte eingefordert wurden, diese hiessen zum Beispiel «Hütten-Fünfliber».

Die Disziplinen

Der Skiklub hat sich schon früh mit Skikursen, Volksrennen und Skispringen einen Namen gemacht, in der Schlosswiid wurde 1925 eine abenteuerliche Konstruktion («Niesenschanze») für die Springer aufgebaut. Die verschiedenen – auch nationalen – Rennen wurden mehr und mehr auf die Elsigenalp verlegt, auch wenn sich der Verein 1958 klar gegen eine Luftseilbahn aussprach.

«Das stille Elsigen soll nicht ein allgemeiner Rummelplatz werden, sondern hoffentlich noch lange eines der bald wenigen Skigebiete bleiben, wo der Schneesportler noch unberührten Schnee, Ruhe und Erholung finden kann», wurde der Entscheid begründet.

Was lange Jahre undenkbar war, wurde 2010 Realität: Mit Mike Schmid brachte der Klub sogar einen Olympiasieger hervor.

Das Skigebiet wurde dann 1963 «dem Moloch Technik und Schnelligkeit» ge­opfert: Mit der alten Engstligen-bahn wurde neu die Elsigenalp erschlossen. Mit der der neuen Infrastruktur – neben der Luftseilbahn auch Skilifte und Berghäuser – auf der Elsigenalp wurden auch die Anlässe professioneller.

In den letzten Jahren ­wurden insbesondere Volksriesenslalom, Osterhasen-Gedenkspringen sowie auch FIS- und Schweizer-Meisterschaft-Anlässe organisiert. Und im Sommer ist das Mountainbike-Rennen im Frutiger Gand ein Klassiker geworden.

Die Erfolge

Doch nicht nur mit rund 475 Mitgliedern und einer 60-köpfigen Jugendorganisation kann sich der SK Frutigen rühmen. Was lange Jahre undenkbar war, wurde 2010 Realität: Mit Mike Schmid brachte der Klub sogar einen Olympiasieger (Skicross) hervor, ein weiterer Sportler auf Spitzenniveau war Heinz Inniger (3. Platz Snowboard-WM).

Und Namen wie Monika Germann und Walter Thierstein (Langlauf) oder Köbi Wyssen (Ski alpin) gehören einfach in die Vereins­chronik. Heute sind vor allem die Nachwuchsfahrer Matthias Brügge und Dario Büschlen (beide Ski alpin) die sportlichen Hoffnungsträger.

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