Skirennzentrum ist bei norwegischen Ski-Cracks beliebt

Hasliberg

Im Skizentrum Hasliberg herrscht diese und nächste Woche viel Rennatmosphäre. Auf der Standardpiste beim Tschuggilift sind auch norwegische Topathleten unterwegs.

Aufwärmübungen gehören auch bei Topathleten dazu: (v.?r.) Kjetil Jansrud, Aksel Lund Svindal und Aleksander Aamodt Kilde. Die norwegischen Skicracks werden von ihrem Trainer Reto Nydegger (links) aus Iseltwald und dem Leiter des Skirennzentrums Reto Schläppi begleitet.

Aufwärmübungen gehören auch bei Topathleten dazu: (v.?r.) Kjetil Jansrud, Aksel Lund Svindal und Aleksander Aamodt Kilde. Die norwegischen Skicracks werden von ihrem Trainer Reto Nydegger (links) aus Iseltwald und dem Leiter des Skirennzentrums Reto Schläppi begleitet.

(Bild: Beat Jordi)

Wer bis Mitte Januar am Hasliberg Ski fährt, hat gute Chancen, in der Gondel zum Alpentower mit den norwegischen Topathleten Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud oder Aleksander Aamodt Kilde zusammenzutreffen. Die Skicracks bereiten sich mit Slalom- und Riesenslalomtraining auf die Rennen in Adelboden und Wengen vor.

Der norwegische Trainer für die schnellen Disziplinen, der Iseltwalder Reto Nydegger, will seine Fahrer im Slalomstangenwald fit machen für die alpine Kombination in Wengen. Nächste Woche sind die norwegischen Techniker, unter ihnen auch Henrik Kristoffersen, auf der Trainingspiste zu bestaunen.

Lage und Logistik

«Wir haben den Hasliberg als Trainingsort gewählt, weil er logistisch für uns ideal liegt, wir hier viel Hilfsbereitschaft finden und weil Reto Schläppi und ich uns schon lange gut kennen», sagte Nydegger. In der Tat kennen sich Schläppi, Leiter des Skirennzentrums, und Nydegger schon seit zwanzig Jahren, zuerst als Trainer in den Nachwuchs­kadern, später arbeiteten beide beim Schweizerischen Skiverband Swiss-Ski.

Nydegger ist seit drei Jahren beim norwegischen Verband engagiert und das mit grossem Erfolg. «Wir haben zwar ein kleines Team, aber in allen Disziplinen sind unsere Athleten zu Podestplätzen fähig», beurteilte er die Form seiner Mannschaft. «Darum streben wir auch in der Nationenwertung einen Topplatz an», fasste er sein Saisonziel zusammen.

Schläppi ist zufrieden mit dem Betrieb des Skizentrums: «Trotz knappen Schneemengen konnten wir seit dem Dezember alle geplanten Rennen durchführen und zahlreichen Teams und Sportklubs gute Trainingsbedingungen anbieten. Die Norweger sind bereits das zweite Mal am Hasliberg», erklärte er im Rennbüro mit Blick auf den PC.

Auslastung auf gutem Weg

Total war das Rennzentrum von Dezember 2014 bis April 2015 zu 50 Prozent gebucht, was den Erwartungen der Geschäftsleitung der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg entsprach. «Firmen- und Vereinsanlässe machten in der vergangenen, ersten Saison etwa 10 Prozent der Be­legungen aus.

Diese Zahl hoffen wir noch zu steigern», ergänzte Schläppi seine Erläuterungen. «Wir sind sehr flexibel und ­können spontan auf Kundenwünsche reagieren», beschrieb er die Stärken seines Skirennzentrums.

Rennen und Trainings

Nebst den norwegischen Athleten trainieren auch die Gehör­losennationalmannschaft der Schweiz, Teile der deutschen Mannschaft sowie zahlreiche junge Fahrerinnen und Fahrer aus den verschiedenen ober­ländischen Nachwuchskadern im Skizentrum.

Am kommenden Wochenende messen sich gegen zweihundert Rennfahrerinnen und Rennfahrer des Internationalen FIS-Masters-Cups in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom am Hasliberg.

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