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Startschuss zur Ortsplanungsrevision

Am Donnerstag informierte der Gemeinderat über die geplante Ortsplanungsrevision. Man stehe noch ganz am Anfang des Verfahrens. Hoffnung auf grossräumige Einzonungen dürfe man sich aber nicht machen.

Die Gemeinde Aeschi soll eine neue Ortsplanung erhalten.
Die Gemeinde Aeschi soll eine neue Ortsplanung erhalten.
Bruno Petroni

Die Gemeinde Aeschi nimmt eine Ortsplanungsrevision in Angriff. Vorgestern informierten die Behörden im Gemeindesaal über das Vorgehen. Gemeindepräsidentin Jolanda Luginbühl stellte zwei Zitate in den Raum. «Stillstand ist Rückschritt» vom chinesischen Philosophen Konfuzius und «Entwicklung überall, fragt sich nur wohin» vom Deutschen Manfred Hinrich.

«Beides wollen wir im Auge behalten, wenn wir an die Ortsplanungsrevision gehen.»Die Gemeinde müsse die Ortsplanung überarbeiten, weil sie einerseits kaum noch über freies Bauland verfüge, anderseits weil das Baureglement dringend überarbeitet werden müsse. Es sei sinnvoll, beides gleichzeitig anzupacken.

Neue Rahmenbedingungen

Kaja Keller von der Panorama AG für Raumplanung, Architektur und Landschaft erklärte die Ausgangslage. Seit die letzte Ortsplanung 2004 gutgeheissen worden sei, habe sich einiges getan. Einerseits in der Gemeinde selbst, die gewachsen sei. Anderseits auf kantonaler und auf eidgenössischer Ebene.

Am gewichtigsten: das Ja des Schweizer Stimmvolks am März 2013 zum neuen Raumplanungsgesetz und vor wenigen Wochen das Inkrafttreten des neuen kantonalen Richtplans und Baugesetzes. «Die Stossrichtung ist dabei stets die gleiche: Entwicklung gegen innen, sprich Verdichtung, und Schutz des Kulturlandes», erklärte Kaja Keller.

Nur wenige Einzonungen

Bei der Anpassung des Zonenplans würden erst die bestehenden Zonen überprüft. «Dann schauen wir, welche Möglichkeiten bei der Siedlungsentwicklung gegen innen möglich sind», erklärte Kaja Keller. Und dann schaue man sich mögliche Einzonungen an.

Hoffnungen auf grossräumige Einzonungen dürfe man sich aber nicht machen, betonte sie. Nach den Berechnungen des Kantons habe Aeschi einen theoretischen Wohnbaulandbedarf von 2,6 Hektaren für die neue Ortsplanung.

Allerdings würden erst die bisher unbebauten Bauparzellen geprüft. «Ich kann noch keine genauen Zahlen nennen, aber am Ende wird es weniger als eine Hektare sein, was neu eingezont werden darf», sagte Kaja Keller. Und: «Auf dem neuen Bauland werden sicher keine Einfamilienhäuser gebaut.»

Wie entschieden werde, welche Parzellen das sein würden?, wollte ein Teilnehmer wissen. «Einerseits schauen wir in der Kommission, was von uns aus Sinn macht. Da spielen viele Faktoren wie Zentrumsnähe oder Erschliessung eine Rolle», erklärte Kaja Keller. Daraus ergebe sich eine Wunschvorstellung. «Dann schauen wir die eingegebenen Gesuche an.» Der Prozess sei aber noch ganz am Anfang.

Ein sportlicher Zeitplan

Bis Ende 2017 will die speziell eingesetzte Kommission unter der Leitung von Gemeindepräsidentin Luginbühl die entsprechenden Unterlagen erar­beiten. Auch mithilfe einer durchgeführten Umfrage.

Anfang 2018 soll dann die öffentlichen Mitwirkung erfolgen. Bei einem reibungslosen Ablauf würde die Ortplanungsrevision nach der kantonalen Vorprüfung im Herbst 2018 öffentlich aufgelegt.

Der Entscheid soll dann an der Gemeindeversammlung im Dezember 2018 oder im Juni 2019 fallen. «Ein sportlicher Zeitplan», meint Jolanda Luginbühl. «Es gibt keine Garantie, dass wir ihn einhalten können.»

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