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Stehendes Wasser im Schifffahrtskanal

Im Dezember 2015 wurde im Kraftwerk beim Interlakner Westbahnhof mit den Arbeiten für die Fischauf- und -abstiegshilfe begonnen. Seit der Abschaltung der Turbinen fliesst kein Wasser mehr von der Aare in den Schifffahrtskanal.

Das Laufkraftwerk am Schifffahrtskanal beim Bahnhof Interlaken West.
Das Laufkraftwerk am Schifffahrtskanal beim Bahnhof Interlaken West.

Beim Laufkraftwerk am Schifffahrtskanal entsteht zurzeit die erste Fischauf- und -abstiegshilfe ihrer Art. «Ein Projekt mit Pilotcharakter», wie die Industriellen Betriebe Interlaken (IBI) in einer Pressemitteilung schreiben. Mittels einer Schleuse für den Aufstieg und einer Abstiegshilfe mit integrierter Heberinne, die die Fische an den Turbinen vorbei in den Schifffahrtskanal führt, wird den Tieren künftig die freie Wanderung zwischen der Aare und dem tiefer liegenden Kanal ermöglicht.

Zum Bau der Anlage wurde das Kraftwerk trockengelegt und die Turbinen abgeschaltet. Als Folge davon fliesst bis zur Fertigstellung kein Wasser mehr von der Aare in den Schifffahrtskanal ab – stehendes Wasser im selbigen ist die Folge. Die Inbetriebnahme der Fischauf- und -abstiegshilfe war ursprünglich im Juni 2016 geplant. «Nach Lieferverzögerungen bei wichtigen Teilen der Anlage wurde dieser Termin auf September 2016 verschoben», heisst es. Um bis dahin stehendes Wasser im Kanal zu verhindern, wären die IBI gezwungen, durch bauliche Massnahmen oder provisorische Pumpen Wasser in den Kanal zu leiten.

Das Unternehmen beobachtet die aktuelle Situation rund um ihr Kraftwerk gemäss Eigenangaben stetig und steht dabei in engem Kontakt mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA). Laut dem zuständigen Biologen könne das Wasser aus Sicht der Gewässerökologie stehen bleiben. Der fehlende Wasseraustausch werde zwar zu einer Mehrbildung von Algen führen. «Eine Spülung des Kanals wird aber durch das AWA zurzeit nicht gefordert», schreiben die IBI. Um das stehende Wasser nicht noch zusätzlich zu belasten, leitet die ARA Region Interlaken seit rund einem Monat das gereinigte Abwasser in die Aare.

pd

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