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Switcherstore bleibt, aber ändert den Namen

Die Textilfirma Switcher ist bankrott. Was aber nicht heisst, dass alle gleichnamigen Läden deswegen schliessen. Jener in Interlaken hat beispielsweise weiterhin geöffnet. Auch in Thun ist für Kontinuität gesorgt.

Der Switcherstore Interlaken feiert am kommenden Freitag sein 15-Jahr-Jubiläum und nennt sich fortan switch to...
Der Switcherstore Interlaken feiert am kommenden Freitag sein 15-Jahr-Jubiläum und nennt sich fortan switch to...
Christoph Buchs

Diese Woche hat ein Gericht im Waadtland über die traditionsreiche Schweizer Textilfirma Switcher den Konkurs verhängt. 40 Mitarbeiter sind davon betroffen. Gegründet wurde Switcher 1981 von Robin Cornelius, der die Mehrheit seiner Aktien vor ein paar Jahren an Inder verkauft hat. Das Unternehmen nahm für sich stets eine besonders hohe ökologische und soziale Verantwortung in Anspruch, schrieb aber in den letzten drei Geschäftsjahren rote Zahlen.

Apéro und Abendverkauf

Auch in Interlaken gibt es einen Switcherstore mit dem typischen gelben Wal im Logo. Inhaberin ist seit 15 Jahren Annemarie Jaggi. Auf Anfrage dementiert sie die vielerorts gehörte Meinung, auch der Laden in Interlaken müsse schliessen: «Der Switcherstore Interlaken bleibt in meinen Händen. Er ist – wie viele andere Switcher-Läden – eine eigenständige Firma», sagt Jaggi. Ursprünglich vertrieb sie in ihrem Laden ausschliesslich Switcher-Produkte, hat aber seit rund 4 Jahren auch andere Marken im Sortiment. Switcher macht mit seinen Produkten im Interlakner Shop heute noch rund ein Viertel des Sortiments aus. Die Firma blieb für Jaggis Laden stets «nur» ein Lieferant und hatte im operativen Geschäft nie die Finger drin.

Somit bleibt an der Ecke Aarmühlestrasse/Rosenstrasse fast alles beim Alten. Es gibt sogar etwas zu feiern: Nächsten Freitag, 3. Juni, begeht Jaggi ab 18 Uhr mit ihren Angestellten das 15-Jahr-Jubiläum des Ladens mit einem Apéro sowie Abendverkauf. Gleichzeitig ändert sich der Namen: Das Geschäft heisst fortan switch to...

Alles beim Alten auch in Thun

Seit Jahren verkauft die Shirthouse AG unter anderem in ihrer Filiale an der Freienhofgasse in Thun Produkte von Switcher. Trotzdem ist die Thuner Traditionsfirma vom Konkurs des einstigen Partners nur marginal betroffen. «Den Konkurs der Switcher SA bedauern wir sehr», sagt Geschäftsführer René Brandenberger. «Wir haben bereits vor Jahren unsere Strategie angepasst, da wir gemerkt haben, dass wir uns auf diverse Marken abstützen müssen.» Dank dieser Differenzierungsstrategie bleibe das Angebot «wie gewohnt bestehen».

So ist das Thuner Unternehmen zum Beispiel auf die Produkte der Firma Hakro ausgewichen. Auch das Druck- und Stickangebot bleibt unverändert.

cb/maz

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