Frutigen

Tempo 30 auch in den Quartieren

FrutigenDer Gemeinderat will die geplante Tempo-30-Zone im Dorfkern auch auf die Wohnquartiere ausdehnen – Rechtsvortritt inklusive. Nur auf der Kantonsstrasse soll die bestehende Vorfahrts­regelung beibehalten werden.

In Frutigen soll der Verkehr verlangsamt werden.

In Frutigen soll der Verkehr verlangsamt werden. Bild: Hans Rudolf Schneider

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Als sich der Gemeinderat im vergangenen Dezember in einem Grundsatzentscheid für die Einführung einer Tempo-30-Zone im erweiterten Dorfkern von Frutigen ausgesprochen hatte, da war die Frage noch offen: Wie weit wird der Kreis des erweiterten Dorfkerns gezogen? Am Montag hat der Gemeinderat nun seine Entscheidung dazu mitgeteilt. Und: Die Tempo-30-Zone wird jeweils bis zu den Aussengrenzen der Wohnquartiere gezogen (siehe Grafik). «Einzig für den Abschnitt Altenweg–Reinisch wollte der Gemeinderat von einer 30- km/h-Beschränkung absehen», heisst es in der Mitteilung.

Das Konzept

Kernstück und Ausgangspunkt der Überlegungen des Gemeinderats ist die Kantonsstrasse von der Widi-Brücke bis zum Marktplatz. Anlässlich der Planung zur für 2020 vorgesehenen Sanierung der Ortsdurchfahrt seitens des Kantons sei festgestellt worden, dass das Projekt mit einer Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 Stundenkilometern nicht umgesetzt werden könne. «Insbesondere im Abschnitt Engstligen bis Kreuzgasse sind die Sichtverhältnisse dafür un­genügend», begründete der Gemeinderat im Dezember seinen Grundsatzentscheid. Zudem seien in den vergangenen Jahren mehrere Begehren mit zahlreichen Unterschriften bei der Gemeinde eingetroffen, im Dorfbereich Tempo 30 einzuführen.

Fussgängerstreifen entfallen

Dem trägt der Gemeinderat nun also Rechnung und stützt seine Entscheidung für die Grenz­ziehung auf ein Gutachten der Verkehrsteiner AG, Bern, sowie den Antrag der Kommission ­Tiefbau, Verkehr und Wasserbau. Das Massnahmenkonzept sieht grundsätzlich die Einführung des Rechtsvortritts vor. Auf der Kantonsstrasse und der Dorfstrasse sollen die bestehenden Vortrittsregeln allerdings beibehalten werden. Da viele Strassenzüge sehr schmal seien, werde vorerst auf weitere verkehrsberuhigende Elemente verzichtet, heisst es im Konzept der Verkehrsteiner AG. Lediglich an der Spiezstrasse und der Unteren Bahnhofstrasse, wo die Fussgängerstreifen aufgehoben werden sollen, könnten die Querungsstellen für die Fuss­gänger mit Mittelinseln oder seitlichen Einengungen gesichert werden. Die Beschlüsse des Gemeinderats gingen nun an den Kanton zur Sanktionierung, wie es heisst. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.02.2018, 14:31 Uhr

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