«Uhren sind meine Passion»

In der Serie «Angetroffen» stellen wir diese Woche Andrea Aellen vor. Die Uhren- und Schmuckverkäuferin aus Interlaken ist auch leidenschaftliche Modedesignerin.

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Mit Samthandschuhen rückt sie Schmuck­stücke und edle Zeitmesser ins richtige Licht. Mil­limetergenau werden diese in Vitrinen ausgestellt und arrangiert drapiert und dekoriert. Manchmal erscheint ihr Gesicht im Schaufenster, während ihre Hände geschickt durch die ausgestellten Kunstwerke navigieren, immer darauf bedacht, dass alles seine Ordnung beibehält.

Andrea Aellen ist Uhren- und Schmuckverkäuferin bei Brand Uhren in Interlaken, «Uhren sind meine Passion», sagt sie, während sie an einem Zeit­messer die Uhrzeit einstellt. Ob Oris, Frédérique Constant, Certina oder Rado, in der Welt edler Metalle, mechanischer Uhrwerke, Hightechmaterialien und meisterhafter Designs kennt sie sich aus.

Die Kundschaft von Andrea Aellen ist international, im Uhren­geschäft gibt es Tage, an denen mehr Englisch als Deutsch gesprochen wird. Und manchmal gibt es auch Tage mit besonderen Erlebnissen. «Ein Gast aus den Golfstaaten hat gleich Uhren im Dutzend gekauft.» Dass diese nicht aus dem günstigsten Sortiment stammten, kann man erahnen.

Bei Aellen ist der Kunde König, aber nicht nur, wenn er Tausende von Franken liegen lässt: Auch ältere Zeitmesser nimmt man hier noch in die Hand, wechselt Bänder und Batterien oder klärt beim Hersteller, ob es noch Ersatzteile gibt. Kein Tag ist wie der andere, auch in Zeiten von Smartphones ist die Zeit von mechanischen Werken am Handgelenk noch lange nicht abgelaufen.

Inspiration, Ideen und das Know-how der neuesten Uhrenmodelle holt sie sich an Messen, etwa der Baselworld, die jeweils im März stattfindet und bei der sich die Schweizer Uhrenindustrie in bestem Licht zeigt. Doch im Leben von Andrea Aellen gibt es nicht nur Uhren und Schmuck: Wenn sich die Türen des Verkaufsgeschäfts schliessen, widmet sie sich einer anderen Passion: Sie näht mit Leidenschaft. Nicht nur kunstvolle Kissen oder stilvolle Vorhänge, nein, ganze Kleidungsstücke entstehen in ihrem privaten Atelier. «Die Kleider, die ich nähe, trage ich auch». Quasi also Prêt-à-porter, wie es in der Modebranche heisst.

Aellen ist eine Autodidaktin, das Wissen um Schnitte, Muster und Formen hat sie sich selbst beigebracht. Entwirft sie an der Nähmaschine ein ­neues Modell, «kann ich wunderbar abschalten und neue Kräfte tanken», sagt sie. Schon das Kleid zur Konfirmation ­habe sie selber kreiert und hergestellt. «Nadel und Faden ­haben mich seither nicht mehr losgelassen.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 12.02.2018, 22:48 Uhr

Andrea Aellen

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