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Unterwegs für gesetzeskonforme Arbeit

Am Freitag waren zwei Inspektoren der Arbeitsmarktkontrolle mit Mitarbeitern der Kantonspolizei Bern unterwegs.

Gemeinsam mit der Kantonspolizei in Interlaken durchgeführte Arbeitsmarktkontrolle in einem Hotel- und Restaurantbetrieb.
Gemeinsam mit der Kantonspolizei in Interlaken durchgeführte Arbeitsmarktkontrolle in einem Hotel- und Restaurantbetrieb.
Bruno Petroni

Briefing auf dem Posten der Kantonspolizei in Interlaken: Die Arbeitsmarktinspektoren Thomas Michel und Beat Stettler besprachen mit Mitarbeitern der Kantonspolizei den kommenden Einsatz. Es ging darum, Betriebe auf dem Bödeli zu kontrollieren. Im Fokus der Kontrolle standen Schwarzarbeit, Aufenthalt- und Arbeitserlaubnis und branchenkonforme Löhne.

Oft geht es bei den Einsätzen auch um einen Beitrag zur Umsetzung von flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit mit der EU. Anwesend beim Briefing war der Interlakner Polizeiinspektor Hans Peter Bühlmann und ausnahmsweise auch Medienvertreter. «Wir haben viele Hinweise aus der Bevölkerung, dass in Interlaken eine Art Schattenwirtschaft vorkommt», sagt der Interlakner Gemeindepräsident Urs Graf. Die Gemeinde wandte sich um Unterstützung ans beco Berner Wirtschaft.

Einsätze wirken

Aktiv ist dieses bereits. «Im Oberland sind wir zwei bis drei Mal pro Woche zu zweit unterwegs. Das Bödeli ist ein Schwerpunkt», sagt Thomas Michel, stellvertretender Chefinspektor bei der Arbeitsmarktkontrolle und zuständig für das Oberland. Die Kontrollen erfolgen im Auftrag des beco und von paritätischen Kommissionen (Arbeitgeber und Arbeitnehmer).

Walter Rumpf, Geschäftsführer der als Verein organisierten Arbeitsmarktkontrolle AMKBE sagt: «Es geht um den Lohnschutz und auch darum, dass das einheimische Gewerbe faire Bedingungen hat.» Rund einmal im Monat wird der Einsatz zusammen mit der Kantonspolizei durchgeführt. «Seit 2015 kontrollieren wir die Region Interlaken verstärkt und wir haben Hinweise, dass diese Kontrollen wirken», sagt Michel.

Am Briefing wurden Gründe für die Kontrollen dargelegt – zum Beispiel nicht bezahlte AHV-Beiträge oder Hinweise von Behörden und Bevölkerung, aber auch Spontankontrollen. Erörtert wurde dann die Lage des Betriebs mit eventuellen Fluchtmöglichkeiten.

Freundlich aber bestimmt

Dann standen die beiden Inspektoren im zu kontrollierenden Gastwirtschaftsbetrieb. Die voll bewaffneten Vertreter der Polizei hielten sich im Hintergrund und lieferten den Kontrolleuren für ihre Protokolle Daten über Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen. Die Mitarbeitenden des Betriebs holten ihre Papiere und zeigten sie vor, alles verlief ruhig. «Ich persönlich wurde noch nie angegriffen, Kollegen aber schon», sagte Michel.

Direkt mitnehmen mussten die Polizisten niemanden: Die vorgelegten Aufenthaltsbewilligungen waren in Ordnung. Die zwei jungen asiatischen Frauen, die zwei von der Polizeipräsenz anscheinend nicht beeindruckten asiatischen Reisegruppen das Mittagessen servierten, besuchen eine nicht näher bezeichnete Hotelfachschule und absolvieren ein Praktikum.

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