Zum Hauptinhalt springen

Unwetter: Am stärksten traf es Adelboden

Gewitter, Hagel und Sturm: Am Mittwochabend wütete im Berner Oberland ein heftiges Unwetter. Die meisten der insgesamt 15 Schadensmeldungen kamen dabei aus Adelboden.

Heftige Gewitte zogen am Mittwochabend über die Schweiz. Im Kanton Bern war vor allem das Oberland davon betroffen (Video: Tamedia/20 Minuten Leserreporter)

Der Tag verzückte erstmals mit wunderbarem Sommerwetter um die 30 Grad. Doch wer vor allem im Berner Oberland am späten Mittwochnachmittag gen Himmel schaute, ahnte, dass da nichts Gutes im Anflug war. Der Himmel verdunkelte sich, kräftige Windböen zogen auf. Während ein Grossteil des Mittellandes verschont blieb, entlud sich um ca. 16.30 Uhr im Oberland ein heftiges Gewitter. Im Diemtigtal hagelte es sogar, wie ein Leservideo zeigt (siehe oben).

«Gefahr lokaler Überflutungen»: Das Wetterportal Meteocentrale gab bereits am späten Mittwochnachmittag über Twitter eine Unwetterwarnung für die Region Adelboden heraus.

61 Liter Regen pro Quadratmeter in Adelboden

Wie die Kantonspolizei am Donnerstagmorgen auf Anfrage mitteilte, gingen kantonsweit 15 Meldungen ein. Die meisten davon, rund zwei Drittel, kamen aus Adelboden. Dort fielen laut dem Wetterportal MeteoNews 61 Liter Regen pro Quadratmeter. Weitere kamen etwa aus Einigen, Brienz und Erlenbach. Bei den Schadensmeldungen handelte es sich vorwiegend um Wassereinbrüche in Kellern. Diese gingen bei der Kapo Bern alle in der Zeitspanne von 16.30 bis 19 Uhr am Mittwochabend ein.

Die Überschwemmungsgefahr im Oberland blieb jedoch gering. Die stellvertretende Gemeindeschreiberin von Adelboden, Silvia Büschlen, sagte noch am Mittwochabend der Nachrichtenagentur sda, ihren Informationen zufolge seien nur kleine Bächlein da und dort über die Ufer getreten, nicht aber die grösseren Bäche Engstligen und der Allenbach. Die ganze Wegmeister-Equipe sei in Adelboden im Einsatz gewesen und die Feuerwehr aufgeboten worden.

Nicht nur Regen und Hagel sorgten am Mittwoch für Schäden, auch die starken Windböen wüteten im Lande. Vorwiegend die Zentral- und Ostschweiz kriegten dies zu spüren. Gemäss MeteoNews wurden die stärksten Winde in Luzern (110/km/h) gemessen. Im Kanton Bern war Meiringen mit 76 km/h Spitzenreiter. Sturmschäden sind – bis auf einen umgekippten Baum in Burgdorf – jedoch nicht bekannt, wie die Kantonspolizei Bern mitteilt.

Auch in anderen Teilen der Schweiz wütete das Unwetter, wie Leserbilder zeigen:

Drei Kinder wurden verletzt: Ein umgestürzter Baum beim Lido in Luzern.
Drei Kinder wurden verletzt: Ein umgestürzter Baum beim Lido in Luzern.
Leserreporter 20 Minuten
Starkes Gewitter über dem Bürgenstock: Ein Blitz entlädt sich.  (19. Juli 2017)
Starkes Gewitter über dem Bürgenstock: Ein Blitz entlädt sich. (19. Juli 2017)
20 Minuten, Leserreporter
Ein Traktor beseitigt auf dem Campingplatz Sempach einen umgestürzten Baum.
Ein Traktor beseitigt auf dem Campingplatz Sempach einen umgestürzten Baum.
20 Minuten, Leserreporter
1 / 16

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch