Grindelwald

V-Bahn: Gemeinde mit neuem Entwicklungskonzept

GrindelwaldMit der neuen V-Bahn-Infrastruktur sollen verschiedene Ziele erreicht werden. Diese sind nun in einem Strategiepapier zusammengefasst.

Ein Modell der Gemeinde Grindelwald: Die V-Bahn wirkt sich auf die Ortsplanung aus.

Ein Modell der Gemeinde Grindelwald: Die V-Bahn wirkt sich auf die Ortsplanung aus. Bild: Fritz Lehmann

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Zwei Überbauungsordnungen (ÜO), die mit der Umsetzung der V-Bahn zu tun haben, werden an das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) in die Vorprüfung geschickt: Die ÜO «Mountain Hostel» in Grindelwald Grund zum zweiten, die ÜO «Hotel Alpha» an der Grindelwaldstrasse bereits zum dritten Mal.

Den öffentlichen Auflagen der beiden Überbauungsordnungen fügt die Gemeinde Grindelwald ein Entwicklungskonzept bei. Dies hat der Gemeinderat beschlossen.

Dabei handelt es sich weder um ein behördenverbindliches Konzept noch um einen Richtplan, wie Gemeindeschreiber Thomas Dräyer festhält. «Die Entwicklungsabsichten, die im Bereich Grund-Rothenegg als Folge der V-Bahn anstehen, sollen als Gesamtübersicht zusammengefasst dargestellt und weitere Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.»

«Mit gewisser Dominanz»

Konkret werden im neuen Strategiepapier Absichten zu einzelnen Komponenten der V-Bahn beschrieben – darunter auch das Mountain Hostel und das Hotel Alfa sowie dessen Umgebung. Zu Letzterem steht: «Intensivierung der bestehenden Nutzung durch Verdichtung respektive Hotelneubau mit diversen Angeboten (Kino etc.).

Das Hotelvorhaben solle, wie in der ÜO vorgesehen, als Auftakt an der Zufahrt zum Tourismusort und zum V-Bahn-Terminal «mit einer gewissen Dominanz in Erscheinung treten und den typischen Chalethotel-Baustil in einer modernen Interpretation weiterführen.»

Zum Mountain Hostel ist unter anderem festgehalten, dass dieses das Parkhaus Grund überragen und den Zugang zum V-Bahn-Terminal markieren solle.

Die ÜO «Mountain Hostel» mit Zonenplanänderung muss gemäss einer Forderung des Regierungsstatthalters bis spätestens 15. März öffentlich aufliegen. Für die ÜO «Hotel Alpha» war geplant, das Geschäft bereits am 17. Mai vor die Gemeindeversammlung zu bringen.

Allerdings wurden die Unterlagen verspätet bei der Bauverwaltung eingereicht. «Ob die Gemeinde im Mai über das Geschäft entscheiden kann, hängt davon ab, wie rasch das AGR den Vorprüfungsbericht zustellt.» (Berner Oberländer)

Erstellt: 17.02.2017, 09:41 Uhr

Weitere Punkte des Strategiepapiers

Terminal und Parkhaus: Diese Komponenten bilden neue, prägende Bauvolumen.

Haltestelle Rothenegg: Die Bahnhaltestelle kommt ohne massive Hochbauten aus. Es ist lediglich eine leicht durchlässig wirkende Perronüberdachung vorgesehen. Perron und Unterführung in Richtung Hotel Alfa treten kaum in Erscheinung.

Öffentlicher Verkehr (Bahn, Bus und Seilbahn): Mit dem V-Bahn-Terminal mit integriertem Busbahnhof und der zusätzlichen Bahnhaltestelle Rothenegg wird ein attraktiver Umsteigeknoten für den öffentlichen Verkehr mit kurzen Umsteigewegen ge­schaffen.

Fusswegnetz: Das Wanderwegnetz bleibt im Grundsatz unverändert. Entlang des Hotels Alfa und durch die Unterführung wird ein Zugang zur neuen Bahnhaltestelle und zur V-Bahn ab der Grindelwaldstrasse geschaffen. Von der V-Bahn her zwischen Parkhaus und Schwarzer Lütschine sind eine Fusswegverbindung in Richtung Bahnhof Grund und Winterparkplätze vorgesehen.

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