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Vom Reiz, einfach zu fliegen

Basejumper, Kletterer, Bergführeraspirant: Julian Zanker fühlt sich in der Natur zu Hause. Im Kunsthaus Interlaken sprach er über seine Leidenschaften.

«Für uns als Community wird der Austausch untereinander immer wichtiger», sagte Florian Feuz, Bönigen. Im Kunsthaus Interlaken genossen denn auch Basejumper und andere Bergsportbegeisterte ausgiebig einen Apéro.

Dabei bewunderten sie den Wingsuit von Protagonist Julian Zanker, den eine lebensgrosse Puppe auf der Bühne trug. «Ich bin etwas nervöser als vor einem Sprung, aber ich möchte euch meinen Sport gerne zeigen», sagte Zanker. Der im Engadin aufgewachsene und in Unterseen wohnhafte Bergsteigeraspirant liebt Klettern in den Bergen schon von Kindheit an.

«Ausbreiten und springen»

Schon mit vier Jahren wanderte Zanker mit einem Freund auf einen 3000 Meter hohen Berg. Er bewunderte die Flugkünste der Adler und Bergdohlen. «Auf steilen Bergpfaden hätte ich am liebsten Flügel ausgebreitet und wäre gesprungen», so der Extremsportler. Mit dreizehn ­Jahren nahm er an einem Kletterkurs teil.

Zanker zeigte einen atemberaubenden Kurzfilm. Man sah, wie der junge Sportler in einem riesigen Felskamin an meterlangen, herabhängenden Eiszapfen nach oben klettert und plötzlich einer der Zapfen abbricht. Ein Hochspannungsmoment – dazu ertönte ein Bass im Rhythmus eines Herzschlags.

Zanker erlernte den Zimmermannsberuf und nahm Kurse für Fallschirmspringen, um Erfahrungen in der Luft zu sammeln. Zanker: «Ich habe jede freie Minute in meinen Kindheitstraum, einmal als Basejumper frei in der Luft zu fliegen, investiert.» Er zeigte ein Video von seinem ersten Sprung mit dem Fallschirm von einer 120 Meter hohen Brücke in Kroatien.

«Ein Sprung ohne fixes Objekt hinter mir – ich habe Angst und Respekt gehabt», so Zanker. Nächstes Abenteuer war ein steiler, überhängender Felsen in Italien, von dem aus der junge Sportler im Wingsuit über die prächtige Landschaft flog und seine Begeisterung laut hinaus-schrie. «Von da an hat mich der Fliegervirus nie mehr losgelassen», erklärte Zanker.

Klettern und Fliegen

Seinen grössten Traum, Klettern und Basejumping zu kombinieren, erfüllte Julian Zanker sich 2014 mit einer Tour auf das Scheideggwetterhorn, begleitet von einem Freund. Zanker: «Das war ein kalkulierbares Risiko. Wichtig ist, dass man für sich selbst den Weg findet und die eigenen Limiten respektiert.» Nach dem Vortrag konnten Zuschauer Fragen stellen, was rege genutzt wurde.

www.julianzanker.ch

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