Vor dem Weltrekordversuch

Adelboden

In vier Wochen steigt auf der Tschentenalp oberhalb von Adelboden ein Weltrekordversuch: Mehr als 300 Gleitschirmpiloten sollen sich gleichzeitig in der Luft befinden.

Gleitschirm-Pulk im Thermikschlauch: Für geübte Piloten nichts Aussergewöhnliches.

Gleitschirm-Pulk im Thermikschlauch: Für geübte Piloten nichts Aussergewöhnliches.

(Bild: Chrigel Maurer)

Bruno Petroni

«Ist das nicht gefährlich, so viele Schirme in der Luft?» Dies die Standardfrage von staunenden Zeitgenossen zum Thema Massenstart. «Wenn sich alle Piloten an die Abmachungen halten, nicht», antwortet der fünffache X-Alps-Sieger und dreifache Weltcupsieger Christian «Chrigel» Maurer.

Er ist Initiant des Weltrekordversuchs «+300», der am 13. Oktober von der Tschentenalp (2020 Meter über Meer) stattfinden soll. «Bei den Weltcupanlässen befinden sich jeweils über 150 Flieger gleichzeitig im selben engen Thermikschlauch. Passiert ist noch selten etwas.» Der aktuelle, im Jahr 1998 im Kanton Nidwalden erflogene Weltrekord liegt laut Chrigel Maurer bei 262 Piloten.

«Doch bei den 15'000 Gleitschirmpiloten, die wir in unserem Land haben, sollte es doch möglich sein, diesen Rekord zu brechen.» Am grössten dürfte die logistische Herausforderung sein, die erhofften 300 Gleitschirmpiloten per Gondelbahn rechtzeitig zum Startplatz zu bringen und ihnen optimale Startbedingungen zu bieten.

Chrigel Maurer will die Teilnehmer deshalb in mehreren Wellen starten lassen und hat im Tal unten zahlreiche Landeplätze definiert: «Die Piloten sollen dann starten können, wenn sie ein gutes Gefühl haben, und auch dort landen können, wo es für sie am besten passt.» In den letzten Tagen hat Maurer mit mehreren Kollegen einen Testlauf durchgeführt und den weitläufigen Südhang auf Schwandfeldspitz ausgemessen.

Das Programm vom 13. Oktober: 12.30 Uhr Pilotenmeeting bei der Bergstation Tschenten­alp. Ab 14 Uhr Start des Welt­rekordversuchs. 15.30 Uhr Schlussmeeting auf dem Dorfplatz Adelboden. Die Bergfahrt mit der Gondelbahn zur Tschentenalp wird jeden Teilnehmer des Weltrekordversuchs voraussichtlich pauschal den reduzierten Tarif von zehn Franken kosten. Maurer: «Wir sind aber noch auf der Suche nach einem Sponsor, damit die Bergfahrt für die teilnehmenden Piloten am Schluss wo möglich gratis ist.»

Berner Oberländer

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