Lenk

Wer kauft das Sportzentrum?

LenkGemeinsam mit dem Bund prüft die Einwohnergemeinde Lenk den Verkauf des Kurs- und Sportzentrums. In den nächsten Tagen soll die öffentliche Ausschreibung erfolgen.

Das Kurs- und Sportzentrum Lenk soll nach dem Willen von VBS und Gemeinde verkauft werden.

Das Kurs- und Sportzentrum Lenk soll nach dem Willen von VBS und Gemeinde verkauft werden. Bild: Foto: PD / Lenk-Simmental Tourismus

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Die landesweite Verringerung des Immobilienbestandes der Armee, die bis zum Jahr 2022 umgesetzt werden soll, trifft möglicherweise auch das Kurs- und Sportzentrum (Kuspo) an der Lenk: Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), vertreten durch die Armasuisse Immobilien, und die Einwohnergemeinde Lenk, welchen je die Hälfte des Kuspo gehört, haben die Prüfung eines Verkaufs beschlossen.

«Nur erst mal geplant»

In ihrer Medienmitteilung vom Donnerstag kündigt die Gemeinde Lenk an, dass im Rahmen dieser Prüfung noch in diesem Monat eine öffentliche Ausschreibung zum Verkauf im Baurecht erfolgen soll. «Der Gemeinderat wird über wesentliche Entscheidungen im Verkaufsprozess jeweils frühzeitig informieren.

Ein allfälliger Verkauf muss in jedem Fall durch die Gemeindeversammlung beschlossen werden.» Wann dies so weit sein könnte, kann Gemeindepräsident René Müller zurzeit nicht sagen. Er hält zudem fest, «dass eine Veräusserung des im Jahre 1984 erbauten Kurs- und Sportzentrums nur erst mal geplant ist und geprüft wird».

Im De­zember sollen dann die eingegangenen Kaufangebote gesichtet werden. Mit einer Gemeindeversammlung, an welcher über den Verkauf entschieden wird, rechnet Müller nicht vor dem nächsten Frühling.

Zum Verkaufswert des Zentrums kann der Gemeindepräsident nichts sagen; der Meistbietende werde den Zuschlag erhalten. Und auch zu den Unterhaltskosten äussert sich René Müller nicht: «In den letzten Jahren haben wir relativ viel Geld in Regeltechnik und Steuerungen investiert; das Kuspo ist technisch auf neuestem Stand. Aber in Franken kann ich die Unterhaltskosten nicht beziffern.»

Der Mietvertrag mit dem Zürcher Cateringspezialisten Compass Group, der heutigen Betreiberin, sei von den Verkaufsbemühungen nicht betroffen und werde weitergeführt, schreibt die Einwohnergemeinde in ihrer Mitteilung.

Auflagen im Vertragswerk

Die Verkäuferschaft lege Wert darauf, dass das Kuspo auch künftig als wichtiger touristischer Leistungsträger funktioniere und das lokale Gewerbe für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen berücksichtigt werde.

Zudem sollen Mitar­beitende hauptsächlich in der Region rekrutiert werden. Dazu sollen auch gewisse Auflagen im Vertragswerk festgehalten werden.

Das mehr als 30 Jahre alte Kurs- und Sportzentrum an der Lenk bietet Platz für 592 Gäste in Vier- und Mehrbettzimmern mit modernen sanitären Einrichtungen und Restaurant und kann jährlich über 50'000 Übernachtungen verbuchen.

Für sportliche Aktivitäten stehen ein Fussballplatz, ein Allwettersandplatz, ein Hartplatz mit Basketballfeldern, ein Beachvolleyfeld und eine Mehrzweckhalle zur Verfügung. Im Winter führt die Langlaufloipe unmittelbar ne­ben dem Gebäude vorbei. (Berner Oberländer)

Erstellt: 09.08.2018, 19:40 Uhr

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