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Wieso dieser Mann den Traumjob hat

Andreas Kühnrich führt die Strandbar Blue Turtle in Faulensee.

Andreas Kühnrich führt die Blue Turtle Strandbar in Faulensee.
Andreas Kühnrich führt die Blue Turtle Strandbar in Faulensee.
Jürg Spielmann

Andreas Kühnrich Sonne, See, Sound. Er hat, was sich viele insgeheim wünschen: den Traumjob an der Strandbar. Mit Eveline Lohri, der Mutter der gemeinsamen Tochter im Vorschulalter, «und einem treuen Freelancer-Team» führt der 45-Jährige in Faulensee das Bistro Blue Turtle.

Die blaue Schildkröte ist am beliebten Strand beim Hafen im Güetital Programm. Sei es im azurblau gehaltenen Bistro oder im Gruppenhaus. Oder auf der Bühne direkt am See. Die wird zur Sommerzeit immer donnerstags bespielt. Zur blauen Stunde, wenn die Nacht den Tag beerbt.

Blau machen hingegen ist bei Blue Turtle höchstens etwas für die Gäste. Andreas Kühnrich, in Einigen aufgewachsen und heute in Thun daheim, sah schwarz. Denn er, der 1996 als Surf-, Bike- und Kletter-Guide ins Güetital gekommen war, sah anfangs der Nullerjahre seine Zeit am See abgelaufen. Weil die Arbeitgeberin die Segel streichen sollte, beschlossen er und Weggefährte Jörg Lüthy kurzerhand die Gründung einer eigenen Firma.

Ihr Blue-Turtle-Konzept mit Gruppenhaus und Events kam bei der Gemeinde Spiez, die das Areal besitzt, gut an. Das war 2004. Der Rest ist (Erfolgs-)Geschichte: Seit 2006 bietet Kühnrich, der sich als Pop-Cellist einen Namen erspielt hat, Open-Air-Konzerte an, seit 2007 wird zudem immer sonntags Salsa getanzt.

Im Schnitt seien es 22 Anlässe in 3 Monaten. 2013 folgte der Neubau des Bistros. «Wir bieten Spiez sowohl ein Kultur-, als auch ein Gastro- und ein Hotellerieangebot», sagt der ausgebildeter Lehrer. Beachtliche 1700 Übernachtungen wurden 2018 im Gruppenhaus gezählt.

Einen Höhepunkt kann Kühnrich nicht benennen. Es seien zu viele. «Ein Highlight aber ist, dass es uns als Nicht-Profis im Gastrobereich gelungen ist, etwas aufzuziehen, das heute renommiert ist.» Bereits neigt sich die Saison dem Ende zu. «Der Sommer war der Hammer», resümiert der Strandbar-Betreiber.

Und? Hat er wirklich einen Traumjob? Es sinniert kurz, nickt: «Ja, weil ich Job und Leben nicht trenne. Es ist für mich ein Lebensprojekt.» Hat er die Sonne und den See nicht das ganze Jahr, der Sound begleitet ihn fortwährend. Der studierte Cellist unterrichtet und berät.

Oder konzipiert aktuell Erlebnis-Konzerte für das Winterhalbjahr im Gwatter Deltapark. Oder aber er teilt mit Grössen wie Stephan Eicher oder Sina die Bretter, die ihm die Welt bedeuten. Tönt auch nicht übel, oder?

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