«Wir wollen noch mehr Verantwortung»

Spiez

Das Freie Spiez/GLP hat an den Wahlen vom 6. November viele Ziele: Es greift mit Pia Hutzli nach dem Gemeindepräsidium, will Christoph Hürlimann im Gemeinderat halten und die GGR-Sitze verteidigen.

Beginnen wir mit einem Blick zurück: Bei den letzten Wahlen zählte das Freie Spiez (FS), die Spiezer Grünliberalen, mit dem Gewinn eines fünften GGR-Sitzes zu den raren Wahlsiegern. Welche Ziele haben sich die örtlichen «Urgrünen» für die Kommunalwahl vom 6. November gesetzt?René Barben:Nach 40 Jahren aktiver, erfolgreicher Gemeindepolitik im Gemeinderat, Grossen Gemeinderat sowie den Kommissionen wollen wir noch mehr Verantwortung für die Gemeinde übernehmen. Als drittgrösste politische Kraft in Spiez und mit der sehr geeigneten Kandidatin Pia Hutzli bewerben wir uns für das Amt des Gemeindepräsidiums. Wir wollen weiter die Wiederwahl von Christoph Hürlimann in den GR sichern und mindestens wieder fünf Sitze im GGR.

Im Juni 2002 unterlag Christoph Hürlimann SP-Mann Franz Arnold im zweiten Wahlgang fürs Präsidium nur knapp. Nun kämpft Pia Hutzli um das Vollamt. Warum ist die Zeit für ein FS-Gemeindepräsidium reif?Das FS ist eine unabhängige Partei und macht ausschliesslich Spiezer Sachpolitik. Aber noch wichtiger ist, dass das frei werdende Amt des Gemeindepräsidenten mit einer unbelasteten, innovativen Person besetzt werden kann. Wir haben mit Pia Hutzli eine sehr kompetente Persönlichkeit, die mit ihren viel­seitigen Fähigkeiten und beruflichen Erfahrungen die Gemeinde Spiez in die Zukunft führen kann. Neben ihrem beruflichen, politischen und kulturellen Engagement lebt sie auch vor, wie man erfolgreich eine lebendige Familie organisiert.

Was leistete das Freie Spiez in der auslaufenden Amtsperiode, das den Ort weiterbrachte?Wir haben uns für eine belebte Bucht, Minigolfanlage und Sandanlage eingesetzt, zeigten Ausdauer im Engagement für den Neubau Bibliothek/Ludothek/Verwaltung Spiez, forderten hartnäckig die Erneuerung der Passerelle im Spiezwiler, erarbeiteten mehrheitsfähige Vorschläge in der Budgetdebatte. Wir reichten Vorstösse ein für die Realisierung des Uferweges Einigen–Spiez, forderten alternative, nachhaltige Energieformen, unter anderem mit der Motion Geothermie, wir engagierten uns für die Änderung der Zufahrt des Schwerverkehrs zur geplanten Inertstoffdeponie Stegweid-Spiezwiler mittels Motion, und wir zeigten in allen Kommissionen professionelles Engagement mit den richtigen Personen am richtigen Ort.

Und umgekehrt: Welches war für Ihre politische Gruppierung die ärgerlichste Niederlage?Die Motion gegen die Inertstoffdeponie wurde überwiesen. Die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern hat die Beschwerde der Einwohnergemeinde Spiez gegen den Deponiestandort im Gebiet Stegweid abgewiesen. Wir werden uns in der Baubewilligungsphase nach wie vor hartnäckig für eine Zufahrt einsetzen, die nicht durch Spiezwiler führt.

Hierfür gibt Spiez zu viel aus:Wir verfolgen eine langfristige, zielgerichtete Ausgaben- und Investitionsstrategie. Spiez geht bewusst mit den Finanzen um.

In was wird unzureichend in-vestiert?In Bestrebungen für ein attraktives, lebendiges Zentrum, in die Förderung von nachhaltiger Energieversorgung, in eine aktive, zeitnahe Kommunikation zwischen Gemeinde und den Bürgerinnen und Bürgern, in die Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus

In welchem Bereich ist Spiez eine Wucht – und wo (noch)eine Niete?Wir freuen uns über innovatives, erfolgreiches Gewerbe, den viel besuchten Begegnungsort Bibliothek/Ludothek, das vielfältige Leben in der Bucht, die Angebote für die jungen und älteren Generationen, einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr und über das Engagement in der Freiwilligenarbeit. Wir wollen uns einsetzen für ein überzeugendes Gesamtprojekt in der Kernzone, eine Wiederbelebung von ungenutzten Räumlichkeiten in der Gemeinde, eine Zu- und Wegfahrt des Schwerverkehrs zur Inertstoffdeponie Stegweid nicht via Spiez­wiler und eine baldige Umsetzung des Uferweges Spiez–Einigen.

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