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Zehn Personen sind vorgeschlagen

Die Gemeinde Lauenen kann ihre Teilerneuerungswahlen planen. Für die drei abtretenden Gemeinderatsmitglieder wurden zehn Namen auf die Liste gesetzt.

Lauenen wählt wieder. Und wie immer anders als die meisten anderen Gemeinden. Wenn wie im vorliegenden Fall drei Gemeinderatsmitglieder ihre Amtszeit von acht Jahren hinter sich haben und aus dem Gremium scheiden, erfolgt in dieser Gemeinde des Saanenlandes das sogenannte Vorwahlverfahren.

Dieses sieht vor, dass die stimmberechtigte Bevölkerung pro Sitz drei Namen von möglichen Kandidaten aus der Gemeinde auf einen leeren Zettel schreibt und an der nächstfolgenden eidgenössischen Abstimmung in die Urne legt.

Warum zehn trotzdem gehen

Am letzten Wochenende war es wieder so weit, mögliche Nachfolgerinnen und Nachfolger für die ausscheidenden Exekutivmitglider Peter Reichenbach (39; Ressort Infrastrukturen), Cornelia Hauswirth-Zumstein (57; Soziales) und Ruth Oehrli-Pekoll (54; Kultur und Sport) zu finden.

Respektive: eine Auswahl an Vorschlägen vorzulegen, aus denen die Gemeindeversammlung am 24. November die neuen Ratsmitglieder wird bestimmen können. Ausschlaggebend ist die dreifache Anzahl der neu zu besetzenden drei Sitze im Gemeinderat – also neun.

Nun teilte aber ­Gemeindeverwalter Hansueli Perreten gestern auf Anfrage mit, dass insgesamt zehn Namen aufgeführt sind, die der Gemeindeversammlung zur Wahl vorgelegt werden. Der Grund dafür ist dreifache Stimmengleichheit bei den an achter Stelle Liegenden. Die zehn Vorgeschlagenen sind in alphabetischer Reihenfolge:

Daniela Addor (32; Kauffrau) Amelia Addor (51; Hausfrau/Krankenschwester) Pascal Bangerter (35; Landschaftsgärtner) Susanne Brand (38; Kindergärtnerin) Urs Hauswirth (46; Sanitärinstallateur) Serge Jungi (57; Elektroinstallateur) Stephan Perreten (40; Landwirt/Zimmermann) Andreas Reichenbach (42; Forstwart) Monika Westemeier (43; Verkäuferin) Patrick Westemeier (49; Landwirt).

Addor und Westemeier doppelt

Weil sowohl bei den Addors wie auch den Westemeiers keine engeren Familienbande mitspielen, ist dies mit dem Organisationsreglement (OGR) der Gemeinde Lauenen gut vereinbar, wie Perreten bestätigt.

Mittlerweile sind die Aufgelisteten schriftlich benachrichtigt worden. Im Grunde genommen stehen diese nun am 24. November zur Wahl. Denn sie erfüllen die wichtigsten Kriterien: nämlich mindestens drei Monate in Lauenen wohnhaft zu sein, die Schweizer Staatsbürgerschaft zu besitzen und das 18. Lebensjahr erfüllt zu haben.

Wenn jemand nicht will

Nun weiss man, dass, wer in Lauenen gewählt wird, dem Wahlzwang untersteht. Sollte nun eine oder einer dieser zehn zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten aber triftige Gründe an der ­Gemeindeversammlung dafür geltend machen (zum Beispiel Gesundheit, Überlastung oder überschrittenes 65. Altersjahr), das Amt nicht antreten zu können oder zu wollen, dann wird diesem Anliegen in der Regel entsprochen.

Das weiss Gemeindeverwalter Hansueli Perreten aus seinen bisherigen Erfahrungen. Wird die Person trotzdem gewählt, kann sie sich gemäss dem OGR der Gemeinde Lauenen mit einem Ablehnungsgesuch «innert zehn ­Tagen seit dem Empfang der Wahlanzeige oder seit dem nachträglichen Eintritt des Ablehnungsgrundes schriftlich an den Gemeinderat» wenden.

Auf jeden Fall sei es besser, wenn zur Wahl vorgeschlagene Personen, die sich nicht in der Lage fühlten, ihr Amt anzutreten, persönlich an der Gemeindeversammlung erscheinen würden, um das zu begründen.

«Sonst kann es passieren, dass jemand in Abwesenheit gewählt wird», hält Perreten fest. Dass es so weit kommen wird, hofft man in der 830-köpfigen Gemeinde aber nicht. Denn meistens finden jene, die ihr Amt trotz mulmigem Gefühl antreten, Gefallen an ihrer Arbeit, weiss Hansueli Perreten.

Und so darf man gespannt sein, wer die jetzigen sechs Ratsmitglieder Jörg Trachsel (Präsident), Martin Annen-Brand, Philipp Brand-Ummel, Ulrich Reichenbach-Ahrberg, Bruno Ryter-Jungi und Walter Reichenbach-Brand ab 2019 ergänzen wird.

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