Zeit für einen Sommertanz

Interlaken

Der Gitarrist und Komponist Roman A. Wiedemar spielte mit seiner neuen Band im Kunsthaus Interlaken.

Roman Arthur Wiedemar versunken in die Klangwelt, die er mit der Gitarre aufleben lässt. Foto: Anne-Marie Günter

Roman Arthur Wiedemar versunken in die Klangwelt, die er mit der Gitarre aufleben lässt. Foto: Anne-Marie Günter

Am besten bekannt in der Region ist Roman A. Wiedemar mit seinen Gitarrenkollegen Beat Ritschard und Andi Maurer als Tres pesetas. Sie covern die ganz Grossen wie die Gipsy Kings, Carlos Santana oder den Buena Vista Social Club. Wiedemars Projekt «Future Unit Collective» ist zu einem Künstlerpool geworden. Ein Teil davon begleitete ihn für das Konzert «Nacht der Gitarre» und ist auch auf seiner neuen CD «Infinity» zu hören, die am Konzertabend vorgestellt wurde.

Ein Mann der leisen Worte

Eine Spass-CD-Taufe liegt Wiedemar nicht. Verbal ist er ein Mann der leisen Töne und erwähnte nur am Rand, dass Spotify die Musiker fast verhungern lässt. Deshalb gibts jetzt eine CD, gemastert von Andreas Hunziker im Shoomroom Goldswil. Zu hören darauf sind neben Wiedemars Gitarre die Trompete von Andreas Beer, Perkussion von João Vasco de Almeida und die Stimme von Angela Hänni.

Die Livebegleiter im Kunsthaus waren Andreas Beer, Peter Fischer (Drums), Heidi Moll (Bass) und Mantra-Sängerin Angela Hänni. Musikalisch erwies sich Roman Wiedemar als Mann mit einem reichen Tonspektrum, leise wie Nebelschleier und laut wie der aufbrausende Sturmwind Levante.

Die CD enthält neun Eigenkompositionen des Künstlers, die zu Sehnsuchtszielen für ein friedliches Leben verführen, bewegt, warm, mit Latino-Leichtigkeit und Weltmusik-Elementen, nicht aber ganz frei von Melancholie und Nachdenklichkeit.

Clarissa Matter steuert das Gedicht «Hoffnung» bei, und Wiedemar setzte es auf der Gitarre fort: Das Meeresrauschen geht Richtung «Infinity» – Unendlichkeit. Am Konzert halfeine oft gedämpfte Trompete, manchmal auch als Perkussionsinstrument benutzt, Bilder zu malen, vom Vulkan als Palast im Himmel, vom Sommertanz, der zärtlich bis heiss war. Peter Fischer und Heidi Moll erwiesen sich als starke Rhythmussektion, die mit Offbeats, Bass-Slides, fein eingesetzten Schlagzeugbesen und je einem Solo den weiten Bogen der musikalische Reise begleitete.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt