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Zum 75. Mal ein infernalischer Ritt

Die internationalen Inferno-Rennen sind 90 Jahre alt und werden diese Woche zum 75. Mal ausgetragen. Was 1928 von skiverrückten Briten ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem Grossanlass entwickelt, ohne seine besondere Ambiance zu verlieren.

Stürze sind an den Inferno-Rennen nicht selten – bei diesem von 2012 hatte der Innerschweizer Fahrer Glück: Er verletzte sich nicht, als er in der Zielkurve in die Luft ging.
Stürze sind an den Inferno-Rennen nicht selten – bei diesem von 2012 hatte der Innerschweizer Fahrer Glück: Er verletzte sich nicht, als er in der Zielkurve in die Luft ging.
Bruno Petroni

Dreizehn Tage bevor am 11. Februar 1928 in St. Moritz die 11. Olympischen Winterspiele – noch ohne alpine Skidisziplinen! – eröffnet wurden, starteten 16 Mitglieder vom 1924 in Mürren gegründeten Kandahar-Skiclub (darunter vier Ladys) zum 1. Inferno-Cup.

Das Abfahrtsrennen mit Cross­countrycharakter führte vom Schilthorngipfel – den die Downhiller nach einem mehrstündigen Aufstieg vom Allmihubel aus erreicht hatten – durchs Happy Valley (Engetal) und Kanonenrohr, am Maulerhubel vorbei hinaus zur Grütschalp und «mörderisch stotzig» durchs Gehölz hinab nach Lauterbrunnen. Harold Mitchell meisterte die infernalische Abfahrt mit zwei Aufstiegen in 72 Minuten. Der Sieger fand Zeit, seinen Verfolgern die Zeit zu stoppen, für Bier zu sorgen und die fröhliche Rückkehr ins «heimatliche» Mürren zu organisieren. Wahrlich ein Sportsmann!

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