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Ohne Fahrausweis in den Tod

Schon wieder: Beim dritten schweren Verkehrsunfall innert drei Tagen kam Freitagnacht am

Es war am frühen Samstagmorgen gegen 1.30 Uhr: Drei junge Männer im Alter von 17 und 15 Jahren, einer von ihnen in Gadmen und einer in Guttannen wohnend, fuhren vom Sustenpass her talwärts in Richtung Gadmen. In der Rechtskurve oberhalb des Gschlettertunnels auf 1480 Metern über Meer verlor der Lenker aus bisher nicht bekannten Gründen auf trockener Fahrbahn die Kontrolle über den Kleinwagen. Das Fahrzeug fuhr geradeaus in den Abgrund und stürzte über ein erstes Felsband in den darunterliegenden, sehr steilen Wald. Nach einem weiteren Felsband landete der Wagen auf der Passstrasse zwischen dem unteren und dem oberen Weisstannentunnel, auch Jungholztunnel genannt. Dort kam das Auto total demoliert auf dem Dach liegend zum Stillstand. Fast 50 Meter in die Tiefe Entgegen den zunächst gemachten Angaben der Kantonspolizei und des zuständigen Jugendgerichts, die eine Sturztiefe von 15 Metern kommunizierten, stürzte der Wagen nicht weniger als 47 Höhenmeter praktisch ungebremst durch den Wald hinab in die Tiefe. Die zwei 17-jährigen Wageninsassen überlebten diesen Unfall nicht – sie starben noch an der Unfallstelle. Der dritte, 15-jährige PW-Insasse konnte sich trotz den erlittenen Verletzungen aus dem demolierten Fahrzeug befreien und von Gadmen aus die Rettungskräfte alarmieren. Er selber wurde von dort mit der Ambulanz in Spitalpflege gebracht. Die Schwere seiner Verletzungen ist nicht bekannt. Die Umstände, welche die drei Jugendlichen, von denen noch keiner im Besitze eines Fahrausweises der Kategorie C war, zu ihrer illegalen Spritzfahrt motivierten, sind nicht bekannt. Ursula Stauffer, Mediensprecherin der Kantonspolizei, widerlegte auf Anfrage das in Guttannen kursierende Gerücht, der PW habe grüne Kontrollschilder, sei also als Landwirtschaftsfahrzeug immatrikuliert. Das Auto gehörte einem Elternteil eines der Teenager. Nach dem Unfall der Schnee An der Bergung der Verstorbenen beteiligten sich 17 Mann der Einsatzelemente Gadmen und Innertkirchen der Feuerwehr innert dem Kirchet, die um 2.35 Uhr alarmiert worden war. Einsatzleiter Daniel Banholzer: «Wir erhielten Verstärkung von zehn Strassenrettungskollegen der Feuerwehr Meiringen, und auch von der Brienzer Feuerwehr waren zwei Mann am Unfallort anwesend.» Im Einsatz waren auch das Careteam und die Polizei des Kantons Bern. Die Susten-Passstrasse konnte um 8.30 Uhr wieder dem Verkehr übergeben werden. Allerdings nicht lange, denn bereits gegen Samstagmittag wurde der Passübergang wegen Schneefalls wieder geschlossen. Die Strasse war in der Folge während des ganzen Wochenendes bis Steingletscher befahrbar. Wegen Wintereinbruchs war ab Samstagnachmittag auch der Grimselpass ab Handeck gesperrt. Drei Unfälle in drei Tagen Bereits am Freitag ereignete sich in der Urweid am Grimselpass ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem LKW und zwei Personenwagen. Der LKW-Fahrer wurde schwer verletzt (wir berichten). Und am Freitagmorgen rutschte im Räterichsboden ein Lieferwagen auf Glatteis aus. Alle drei Insassen wurden verletzt. Auch bei diesen beiden Unfällen rückten die Feuerwehren innert dem Kirchet und Meiringen für die Rettung der Verunfallten und Bergung der Fahrzeuge aus. Bruno Petroni >

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