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Ohne Schranken und flüssiger

In Laupen glaubt man, die Lösung gegen Staus gefunden zu haben: Mit einem Kreisel eingangs Dorf und dem Verlegen der Bahnhaltestelle in Richtung Neuengg. Die Bahnschranken werden verschwinden.

Die Autos kommen von Neuenegg, von Bösingen und aus dem Stedli Laupen. Sie stauen sich auf allen drei Zufahrten auf der Kreuzung vor der Sensebrücke. Dies vor allem zu den Stosszeiten und erst recht, wenn die Bahnschranken geschlossen sind. Das soll sich ändern. Mit seinem Lösungsvorschlag geht das Könizer Planungsbüro Roduner BSP + Partner AG als Wettbewerbssieger aus dem Studienauftrag «Verkehrssanierung und städtbauliche Entwicklung Laupen 2010» hervor. Die Planerteams EWP Effretikon und S aus Bern schieden aus. Bahnhof verlegen Das Siegerprojekt Roduner schlägt vor, die Geleise der Sensetalbahn zu kappen. Enden die Geleise vor der Sensebrücke, entfallen die Bahnschranken auf der Brücke, die den Verkehrsfluss stark bremsen. Roduner schlägt vor, den heutigen Bahnhof abzureissen und das Bahngelände völlig neu zu nutzen. Denkbar wäre eine Überbauung, kombiniert mit Grünraum und einer Sitzmauer am Ufer der Sense. Am Ende des Perronkopfs hinter der Villa Freiburghaus sind Auto- und Veloparkplätze sowie ein überdachter Unterstand für die Bahnpassagiere vorgesehen. Die Bushaltestelle ist am Bärenplatz. Kreisel statt Kreuzung Wird an der heutigen Kreuzung der Rechtsvortritt aufgehoben und ein Kreisel gebaut, dürfte der Verkehr flüssiger rollen als heute. Das neugestaltete Verkehrsnetz soll zudem deutlich mehr Raum für Fussgänger und Velofahrer aufweisen. Für sie ist ein neuer Weg entlang der Sense vorgesehen. Deren Uferbereich wird ökologisch aufgewertet, das Gerinne verbreitert. Damit wird die Hochwassergefahr deutlich vermindert. Der motorisierte Verkehr wird weiterhin über die bestehenden Strassen führen. Eine Umfahrung des Stedtlis ist nicht vorgesehen. Deshalb sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis gut, befinden Experten. Verteuert wird die Realisierung des Projekts allerdings, weil die Brücke saniert und dem breiteren Flussbett angepasst werden muss. Tempo 30 möglich Das Projekt wird der historischen Laupner Altstadt nicht weniger Verkehr bringen. Die Planer schlagen für den Bereich des heutigen Bahnhofs eine Begegnungszone mit Tempo 20 vor. Tempo 30 im Ortskern werde sicher geprüft, sagt Ueli Weber, Kreisoberingenieur Kreis 2. Allerdings wolle man sich nicht auf eine Temporeduktion fixieren. «Wir machen eine Auslegeordnung und schauen, welche Lösung am akzeptabelsten ist.» Dafür wolle man sich Zeit lassen. «Gebaut wird frühestens in vier oder fünf Jahren. Ein Zeitplan besteht noch nicht», so Weber, der sich auch nicht zu den Kosten äussern will. Mit einem zweistelligen Millionenbetrag müsse aber bestimmt gerechnet werden. Laura FehlmannDie Wettbewerbsprojekte können von www.laupen.ch hinuntergeladen werden. Sie sind bis am 31. Oktober im Gemeindehaus ausgestellt. Werktags von 8 bis 11.30 und 14 bis 16 Uhr, montags bis 18.30 Uhr. Sa/So 13 bis 17 Uhr. Infoanlass: Di 26. Oktober, 19.30 Uhr im Oberstufenzentrum. >

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