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OL-Star ist wieder im Rennen

MelchnauZum ersten Mal seit ihrer Babypause hat Simone Niggli-Luder in der Region einen Orientierungslauf-Wettkampf bestritten. Das Resultat war dabei zweitrangig.

Der Berner Mannschafts-OL ist ein Breitensportanlass par excellence. Weil die Posten in Dreierteams angelaufen werden, ist es auch für Unerfahrene möglich, einmal OL-Luft zu schnuppern. Viele gestandene Orientierungsläufer nutzen die Gelegenheit, mit Freunden oder Familienmitgliedern ein OL-Erlebnis zu teilen. Dazu gehörte am Wochenende auch Simone Niggli-Luder. Zum ersten Mal seit ihrer Babypause bestritt sie in der Region wieder einen Lauf. Mit 17 Weltmeistertiteln dominiert Simone Niggli-Luder den OL-Sport seit zehn Jahren. Aber auch für sie war am Sonntag nicht der Kampf um die Sekunden entscheidend, sondern das Erlebnis im Team. «Für uns ist der Berner Mannschafts-OL fast schon Familientradition», sagt der OL-Star. Ihre älteste Schwester, Barbara Löffler-Luder, stimmt ihr zu. Sie stehen, wie in den letzten Jahren auch, zusammen am Start. Komplettiert wird das Dreierteam von Brigitte Mühlemann. Sie nahm den Platz von Cornelia, der zweiten Schwester von Simone, ein. Diese musste arbeiten und konnte darum nicht wie gewohnt mit ihren Schwestern laufen. Mühlemann ist Patin von Anja, Simones jüngstem Kind, und zählt praktisch auch zur Familie. Familie und Spitzensport Die Familie hat für Simone Niggli-Luder in den letzten Monaten an Bedeutung gewonnen. Ende August hat Tochter Malin (3) mit Lars und Anja zwei Geschwister erhalten. «Die Schwangerschaft und die Geburt der Zwillinge verliefen problemlos», erzählt die glückliche Mutter. Schmunzelnd fügt sie an: «Und mittlerweile schlafen sie schon ziemlich gut.» Trotzdem muss sich die dreifache Schweizer Sportlerin des Jahres, die als Profi vom Sport lebt, einschränken. «Neben der Familie und dem Training liegt im Moment nicht viel drin.» Dank der Unterstützung ihres Mannes Matthias Niggli und den Eltern trainiert sie schon wieder täglich. Das Lauftraining hat Niggli-Luder jedoch stark reduziert. Im Moment schnürt sie nur dreimal in der Woche die Laufschuhe. Ein Ermüdungsbruch im Schambein nach der ersten Schwangerschaft hat sie vorsichtig werden lassen. Trotzdem, oder gerade deswegen, ist die Lust, Spitzensport zu betreiben, bei der Vollblutsportlerin gross. «Für andere ist die Saison nun zu Ende, für mich könnte es nun so richtig losgehen», fasst Niggli-Luder ihre Gemütslage zusammen. Vielleicht sei es aber besser so, auf diese Weise könne sie nun in Ruhe das Aufbautraining angehen. Das Ziel ist klar: die Heim-WM 2012 in Lausanne. Was den Berner Mannschafts-OL betrifft, schwärmt Niggli-Luder vom schönen Herbstwald und der ungewohnten Situation, zu dritt unterwegs zu sein. Dass ihr Team in Melchnau den Kategoriensieg geholt hat, ist da eher eine Nebensache.Jonas Mathys>

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