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Oprandis grosser Coup

TennisStanislas Wawrinka und Roger Federer stehen am Australian Open in Melbourne in der 3.Runde. Für eine Überraschung sorgte die Bolligerin Romina Oprandi, die Francesca Schiavone in zwei Sätzen aus dem Turnier warf.

Die Schweizer Männer bleiben am Australian Open in Melbourne im Rennen. Roger Federer und Stanislas Wawrinka zogen aber auf unterschiedliche Art und Weise in die 3.Runde ein. Federer kam gegen Andreas Beck kampflos weiter. Der Deutsche erklärte mitten am Nachmittag rund zwei Stunden vor dem geplanten Spielbeginn Forfait. Federer trifft im Drittrundenspiel am Freitag auf den aufschlagstarken Kroaten Ivo Karlovic. Baghdatis machte Kleinholz Im Gegensatz zu Federer musste Stanislas Wawrinka bis um Mitternacht und während 3:10 Stunden gegen Marcos Baghdatis um jeden Ball fighten, bis der Zypriote im vierten Satz k.o. ging (7:6, 6:4, 5:7, 6:1). Fünf Breaks liess Wawrinka gegen Baghdatis zu. Im Duell zweier Junioren-Sieger an Grand-Slam-Turnieren von 2003 (Baghdatis in Melbourne, Wawrinka in Paris) verhinderte der bald 27-jährige Romand mit seiner bislang stärksten Saisonleistung einen Absturz in der Weltrangliste. Auf und neben dem Feld wurde einiges geboten. Neben hochkarätigen Ballwechseln gab es Spektakel, als Baghdatis zu Beginn des dritten Satzes vier (neue) Schläger hintereinander zertrümmerte und ein zu frecher Zuschauer von der Tribüne verwiesen wurde. Wawrinka trifft am Freitag auf den Spanier Nicolas Almagro, die Nummer 10 der Welt. Am Tag nach dem Ausscheiden von Stefanie Vögele sorgte die im Turnier verbliebene «halbe» Schweizerin Romina Oprandi (WTA 80) für Aufsehen. Die für Italien spielende Bernerin schlug die als Nummer 10 gesetzte Francesca Schiavone in 84 Minuten 6:4, 6:3. Der Sieg über die Roland-Garros-Siegerin von 2010 ist der mit Abstand grösste Exploit an einem Major-Turnier der 25-jährigen Bolligerin. Oprandi steht erstmals an einem Grand-Slam-Turnier in der 3. Runde, dort trifft sie am Freitag auf die Deutsche Julia Görges. Der Erfolg über die routinierte Schiavone basierte vor allem auf einer aussergewöhnlich starken Aufschlagleistung. Zudem unterliefen Oprandi deutlich weniger Fehler (15) als Schiavone (33). Noch auf dem Court und vor laufenden Kameras telefonierte Oprandi in die Schweiz, um sich beim Vater zu erkundigen, ob man dort ihre tolle Leistung im Fernsehen habe mitverfolgen können. si>

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