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Optimistisch trotz teurem Schweizer Franken

MürrenAn der 49.Generalversammlung der Schilthornbahn AG konnte Peter Feuz, Delegierter des Verwaltungsrates, den 230 Aktionären gute Zahlen präsentieren. Ausserdem wurde der Verwaltungsrat neu gewählt.

«Die Frequenzen auf allen Bahnen sind im Geschäftsjahr 2010 gut ausgefallen», erklärte Peter Feuz gestern an der Generalversammlung. Insgesamt benutzten im vergangenen Jahr 4,16 Millionen Besucher die Anlagen. Im Vergleich zum Jahr 2009 sind das 0,7 Prozent weniger. Betrachtet man allerdings den Durchschnitt der letzten fünf Jahre, so ist eine Steigerung von 3,2 Prozent zu verzeichnen. Der Gesamtertrag beläuft sich auf 23,15 Millionen Franken. Das sind rund 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. «Der Sommer war wettermässig schlecht. Wir haben vor allem in den Monaten Mai und August eine Frequenzabnahme aufzuweisen», ergänzt Feuz. Im Winter allerdings seien dank den guten Zahlen der Sesselbahnen und der Skilifte die Gesamtfrequenzen praktisch identisch mit denjenigen des Vorjahres gewesen. Neun Mitglieder statt sieben 2009 wurden die beiden Sesselbahnen Winteregg und Allmiboden in Betrieb genommen. Mit Letzterer wurden nun zusätzlich 80000 Frequenzen erzielt. «Damit ist bestätigt, dass die neue Anlage die Attraktivität unseres Skigebietes für die Gäste gesteigert hat», weiss Feuz. Ausserdem hat die Schilthornbahn AG diverse Investitionen vorgenommen, so etwa die erste Etappe der Renovation und Erweiterung der Station Birg. Die 230 anwesenden Aktionäre vertraten insgesamt 61,6 Prozent des Aktienkapitals. Die Anträge des Verwaltungsrats wurden von ihnen fast einstimmig angenommen. Ausserdem standen gestern an der Generalversammlung für den Verwaltungsrat Neuwahlen an. Der bisherige Vizepräsident Peter Sidler trat nach 18 Jahren zurück. Die Mitglieder Emil von Allmen, Ralph von Allmen, Thomas Baumann, Peter Feuz und Johannes Stöckli wurden für die Amtsperiode 2011 bis 2014 wiedergewählt. Dasselbe galt auch für Präsident Max Kopp und Werner O.Weber, die beiden werden allerdings nur noch für das nächste Jahr im Verwaltungsrat sein. Neu gewählt wurden Christine Kopp und Werner C.Weber. Somit besteht der Verwaltungsrat während des nächsten Jahres aus neun Mitgliedern, danach dann aber wieder aus sieben. Gestern Morgen wurde ausserdem Peter Feuz zum Vizepräsidenten gewählt. Erneut mehr als 900 Betten Auch das 40 Millionen Franken teure Hotelprojekt der Schilthornbahn AG war ein Thema: Auf dem Terrain des ehemaligen Grand Hotel Kurhaus, Mürren, soll ein Apartmenthotel mit 75 Wohnungen entstehen (wir berichteten). Präsident Max Kopp ergänzte, dass die bestehende Überbauungsordnung derzeit überarbeitet werde. «Wenn alles nach Plan verläuft, wird ab 2013 gebaut. Die Eröffnung ist für die Wintersaison 2014/2015 vorgesehen.» Falls das Hotel Alpin Palace bald wieder geöffnet würde, könne Mürren zusammen mit den bestehenden Hotelbetten nach der Inbetriebnahme des Apartmenthotels 944 Betten anbieten. «Zuletzt waren vor dem Zweiten Weltkrieg so viele Betten verfügbar» (vgl. Kasten). Kopp ist überzeugt, dass Mürren diese Angebotsverbesserung nötig hat. Neben dem Bekanntgeben der Ziele für die Zukunft blickte Peter Feuz aber auch noch zurück auf die vergangene Saison: «Dieser Winter war nicht einfach. Die ergiebigen Schneefälle blieben aus, Ostern fiel dieses Jahr auf Ende April.» Trotz dieser Umstände seien aber zwischen Januar und April bessere Frequenzen verzeichnet worden als erwartet. Im Vergleich zu den letzten fünf Jahren kamen lediglich 1,36 Prozent weniger Gäste. «Was der kommende Sommer bringen wird, ist schwierig zu sagen», zeigte sich Feuz verunsichert. Der bisherige Geschäftsverlauf stimme aber optimistisch, trotz des teuren Schweizer Frankens. Ausserdem solle in der kommenden Wintersaison das neue bediente Restaurant eröffnet und somit die Attraktivität des Skigebiets erneut gesteigert werden. Jeanine Salzmann Orientierungsversammlung zum Apartmenthotel Mürren am 28.Juni, 19.45 Uhr, im AKSZ Mürren.>

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