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Parkplatzbewirtschaftung wurde zurückgewiesen

schattenhalbDas vom Gemeinderat präsentierte Konzept für eine gewinnbringende Parkplatzordnung im Reichenbachtal wurde bei der Gemeindeversammlung zur Überarbeitung zurückgewiesen. Neu in den Rat gewählt wurden Andreas Anderegg und Kurt Boss.

Die Scheideggstrasse kostet 300000 Franken pro Jahr. Die Investitionen und die Unterhaltskosten werden von den Gemeinden Meiringen und Schattenhalb aufgeteilt. «Bei diesem Betrag zahlt jeder Einwohner von Schattenhalb über die Steuern einen Betrag von jährlich 152 Franken an diese Strasse – das sind 2 Steuerzehntel», wie im «Schattenhälbler» nachzulesen ist. Kein Wunder also, dass die Gemeinden versuchen, diesen grossen Aufwand zumindest zum Teil auf die Verursacher abzuwälzen. In einer Arbeitsgruppe, in der auch die grösseren der sieben Grundeigentümer vertreten waren, wurde ein Parkplatzreglement erarbeitet. Vorgeschlagen wurde ein zentraler Ticketautomat oberhalb des Zwirgi. Hier müssten die rund 50000 Personenwagen, die pro Jahr ins Tal fahren, einen Parkschein lösen. Dieses würde zum Parkieren vom Oberzwirgi, dem Gschwandtenmad, dem Rosenlaui bis zum Wendeplatz beim Hotel Schwarzwaldalp berechtigen. Einwohner von Meiringen und Schattenhalb könnten für 20 Franken eine Jahreskarte lösen. Meinung der Gastbetriebe Damit der Verkehr bei den Automaten funktionieren kann, beantragte der Gemeinderat 158000 Franken für bauliche Arbeiten an der Strasse, den Kauf der Automaten und die Signalisation. In der langen und engagiert geführten Diskussion wurde sofort klar, dass die Meinungen zum Teil diametral auseinanderliefen. Zu viele Fragen blieben offen. Auch die Grundeigentümer und Betreiber der Gastbetriebe im Tal haben Vorstellungen, die sich mit den Voten im Saal nicht alle vereinbaren liessen. «Wir wollen nicht mehr Geld, sondern mehr Gäste», sagte Rosenlaui-Hotelier Andreas Kehrli, als sich die Diskussion um das Geld für einen attraktiveren öffentlichen Verkehr drehte. Die Chance, wenigstens Teilanträge zu genehmigen, wurde nicht genutzt. So vereinigte der Rückweisungsantrag 37 Stimmen auf sich, bei 13 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen. Der Gemeinderat muss das Parkgebührenkonzept und das Reglement nochmals überarbeiten, Alternativen vorlegen, die Verträge mit den Grundeigentümern vorbereiten und dann das Geschäft eventuell an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung zur Abstimmung bringen. 62754 Franken ÜberschussAuch wenn mit dem neuen Finanz- und Lastenausgleich eine Besserstellung von rund 100000 Franken resultiert und die Gemeinde theoretisch die Steuern um 0,2 Punkte senken könnte, genehmigten die Stimmbürger den Antrag des Gemeinderates, den Steueransatz auf 1,99 Punkten mit einer Liegenschaftssteuer von 1,5 Promille zu belassen. Der von Finanzverwalter Kurt Zumbrunn präsentierte Finanzplan zeigt trotzdem auch für die Folgejahre noch negative Abschlüsse. Alle Kreditbegehren des Gemeinderates für die Trinkwasserversorgung, die Scheideggstrasse und die Kindertagesstätte wurden genehmigt. Die 62 bei der Gemeindeversammlung anwesenden Schattenhälbler wählten einstimmig Andreas Anderegg als Nachfolger für André Kehrli und Kurt Boss für den abtretenden Werner Zenger. Traditionsgemäss hiess Gemeindepräsident Andreas Frutiger die drei Jungbürger im Kreis der Stimmberechtigten willkommen und ermunterte sie, zukünftig von ihren Rechten und Pflichten in der Gemeinde Gebrauch zu machen. Beat Jordi>

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