Peter Willen zieht nach Skiweltcup eine durchzogene Bilanz

Mit 34'000 Besuchern verzeichnen die Skiweltcup-Rennen in Adelboden dieses Jahr einen deutlichen Rückgang.

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41'000 Zuschauer kamen letztes Jahr nach Adelboden; 40'000 waren es im Jahr 2017. Auch bei früheren Austragungen pendelte sich die Anzahl der Zuschauer – sofern beide Disziplinen ausgetragen werden konnten – zuletzt bei circa 40'000 ein. Auf den ersten Blick erscheint der dies­jährige Einbruch auf 34'000 Zuschauer brutal. Besonders der samstägliche Riesenslalom mit 23'000 Besuchern muss zuschauermässig als Enttäuschung gewertet werden.

Präsident Peter Willen nennt auf Anfrage verschiedene Gründe, die dazu geführt haben können. «Das Wetter war nicht ideal. Es war zwar klar, dass wir die Rennen durchführen können, aber auch, dass es Neuschnee geben wird.» Willen vermutet, dass die Strassenverhältnisse einige potenzielle Zuschauer vom Besuch abgehalten haben. «Aber auch das Sportliche schwingt sicher mit», so Willen.

«Die Schweizer Athleten konnten zuletzt in Adelboden nicht zuschlagen.» Dennoch: Von einem Rückgang in diesem Ausmass sei das OK überrascht worden, gibt Willen zu. «Wir werden über die Bücher gehen: Wo gibt es kurzfristig Optimierungspotenzial?», so der Weltcuppräsident. Er vermutet auch, dass sich der Anlass in Adelboden etwas totgelaufen hat.

«Wir haben uns entschieden, per Durchsage zu informieren und das Partyprogramm zu stoppen.»Weltcup-Präsident Peter Willen zur Nachricht des tödlichen Unfalls in Schweden

«Andere Anlässe schlafen auch nicht – gewisse Entwicklungen zuletzt sind nicht unbedingt für uns gelaufen.» Inwiefern sich das Zuschauerergebnis auf die Finanzen niederschlägt, könne derzeit noch nicht kommentiert werden. Hier gebe es aber auch weitere Faktoren zu berücksichtigen. «Beispielsweise hatten wir heuer zusätzliche Sponsoringeinnahmen.»

Organisatorisch seien die Rennen 2019 als Erfolg zu werten; es gab keine nennenswerten Zwischenfälle. Die Nachricht des tragischen Unfalls in Schweden jedoch, der junge Adelbodner das Leben kostete, habe im Organisationskomitee starke Betroffenheit ausgelöst. «Wir haben uns entschieden, per Durchsage zu informieren und das Partyprogramm zu stoppen.» Das Publikum habe mit Verständnis reagiert.

Berner Oberländer

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