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Gruselparty oder Vandalen-Event?

Halloween – was für ein wunderbares Fest. Geschnitzte Kürbisse, verkleidete Kinder, Süsses oder Saures – ein Riesenspass für alle. Eine Ansicht, die freilich nicht alle Teilen. Wir haben fünf Gründe für und fünf Gründe gegen Halloween-Feiern gesammelt.

Kürbiskopf Jack'o'Lantern - Teil einer Kultur oder bloss Kommerz?
Kürbiskopf Jack'o'Lantern - Teil einer Kultur oder bloss Kommerz?
Fotolia

Für Halloween spricht: Romeo als Vampir?

Süssigkeiten: An Halloween kann man sich einen Einkaufswagen voller Süssigkeiten besorgen und wird dabei nicht komisch angesehen («Ist doch alles für die Kinder», oder so ähnlich). Ausserdem gibt es eine grosse Auswahl an speziellen «Halloween-Süssigkeiten», welche es während des restlichen Jahres nicht gibt.

Verkleidungen: Falls man sich ab und an gerne verkleidet, so ist in dieser Nacht (fast) alles erlaubt und teilweise sogar erwünscht. Man hat auch mehr Auswahl an Verkleidungen als die Kinder, besonders wenn man seine Kreativität nutzt, um sich selbst ein Kostüm zusammenzustellen. Und die anderen Verkleidungen zu sehen, kann auch sehr unterhaltsam sein.

Party: Eine ganze Nacht dafür, mit Hexen und Monstern zu feiern. Wobei diese eigentlich andere sind, welche auch Lust auf eine mal etwas andere Partynacht haben. Und wer weiss, vielleicht trifft man ja auch auf den Vampir, von dem man schon lange träumt? Und da dieses Jahr Halloween auf einen Samstag fällt, müssen sich weniger Sorgen um den nächsten Tag und die Arbeit machen, da es zum Glück noch den Sonntag danach gibt.

Gruselfeeling: Statt Party kann man sich ja auch einen gemütlichen Abend machen und mit ein paar Kolleginnen und Kollegen einen Horrorfilme-Marathon starten und die bereits erwähnten Süssigkeiten vernichten. Oder man besucht Orte, an denen Gruselevents veranstaltet werden. Die Möglichkeiten, sich einen Adrenalinkick zu besorgen, sind an Halloween fast unbegrenzt.

Dekoration: Für alle, welche es lieben, ihr Haus zu schmücken, gibt dieser Tag Gelegenheit, ihr Haus oder ihre Wohnung in einen Ort zu verwandeln, der aus der Hölle stammen könnte. Es ist auch mal etwas anderes, wenn man ein Halloween-Essen veranstaltet, und dabei ein wenig mit Lebensmittelfarben herumspielt. so gibt es grüne Würmer statt Spaghetti oder anstelle von Reis blaue Maden.

Gegen Halloween spricht: Passt nicht hierher

Unbekannt:Weder die Kinder noch ihre Eltern kennen die Herkunft von Halloween. Der Ursprung von Halloween liegt in Irland. Keltische Völker haben am 1. November ihr Neujahrsfest gefeiert. Um böse Geister zu vertreiben, zündeten die Menschen Feuer an. Gleichzeitig wurden, so munkelte man, an diesem Abend die Türen zur Götter- und Totenwelt geöffnet.

Unschön: Früher mag Halloween ein toller Brauch gewesen zu sein. Doch heutzutage ist es genau genommen alles andere als schön. Geister, Zombies und Vampire sind den Kindern in dieser Nacht Vorbilder. Ist diese Einstellung denn fördernd? Wir finden, man sollte stattdessen in die Natur gehen und den Herbst geniessen.

Unpassend: Wir feiern Halloween, obwohl es nicht in unsere Gesellschaft passt. Halloween ist, wie schon erwähnt, ursprünglich keltisch. Die Vereinigten Staaten haben es später übernommen und vermarktet; und damit vollen Erfolg erzielt. Wir finden aber, dieser Brauch passt nicht hierher; weder in der kirchlichen noch in der schweizerischen Tradition.

Unanständig:Leider ist der 31.Oktober auch mit Vandalismus verbunden. Umherstreifende Jugendliche verspüren oft den Wunsch, auf sich aufmerksam zu machen. Sie tun das, indem sie zum Beispiel rohe Eier an Hauswände schiessen oder Komposteimer umwerfen. Das ist verständlicherweise sehr ärgerlich.

Unerhört: Das grösste Kontraargument ist aber die Kommerzialisierung der ganzen Geschichte. Läden, die Halloween-Artikel verkaufen, erfreuen sich grosser Kundschaft. Für ein gelungenes Halloween braucht es nämlich viele Dinge: gruselige Süssigkeiten, Verkleidungen und Dekomaterial. Dementsprechend sind auch die Preise hoch. Die Menschen kaufen wie blind ein und geben so Geld für ein Fest aus, welches Spass machen kann, aber alles in allem den Aufwand nicht wert ist.

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