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Kleiner Stich – grosse Hilfe

Die Schweiz steuert gemäss einer neuen Forschungsarbeit auf einen Spendermangel zu, uns droht ohne Gegenmassnahmen in Zukunft eine Versorgungslücke an Blutspenden. «Pfeffer»-Mitglied Céline spendete vor gut einem Monat das erste Mal Blut und erzählt, wie harmlos der kleine Stich ist.

Einen Ball zu kneten, hilft beim Blutspenden.
Einen Ball zu kneten, hilft beim Blutspenden.
Céline Etter

Blut zu spenden, hatte ich mir schon lange vorgenommen, und als eine Freundin damit ange­fangen hat, habe ich mich dazu entschlossen, sie ein nächstes Mal zu begleiten. Den Termin für unsere Blutspende haben wir ganz einfach per Mail festgelegt. Ein bisschen flau im Magen war mir schon, als wir das Zentrum in Thun, direkt gegenüber dem Spital, betreten haben. Aber die betreuenden Fachkräfte haben uns herzlich empfangen und den Ablauf der Blutspende in aller Ruhe erklärt.

Viele Fragen

Als Erstes mussten wir einen Fragebogen ausfüllen, um uns als Spender und auch den Empfänger des Blutes zu schützen. Geklärt wurden Fragen zu unserer Gesundheit, unseren Aufenthalts­orten und unseren sexuellen Beziehungen in den vergangen Monaten. Für eine Blutspende dürfen beispielsweise in den letzten vier Monaten weder Piercings noch Tattoos gemacht worden sein, der Spender darf im letzten Jahr keine Geburt oder grössere Operation hinter sich haben und muss mindestens 18 Jahre alt und 50 Kilogramm schwer sein.

Persönliches Gespräch

Nach dem Fragebogen folgte ein Gespräch mit einer medizinischen Fachperson, bei dem auch noch Blutdruck, Puls, Temperatur und der Gehalt des Blutfarbstoffs Hämoglobin gemessen wurden. Den einzigen Schmerz, den ich während der ganzen Blutspende empfunden habe, war der kleine Stich in den Zeigefinger dafür, das Hämoglobin zu messen. Die Fingerkuppe ist nämlich ziemlich empfindlich und fühlt sich danach «gramüselig» an.

Sind die Werte alle in Ordnung, wird man anschliessend auf einen Stuhl gebeten, welcher demjenigen des Zahnarztes ähnelt. Nach Wunsch wird links oder rechts der Arm desinfiziert und der Stich gesetzt dafür, das Blut zu entnehmen. Die eigent­liche Blutentnahme dauert nur rund 10 Minuten und ist völlig schmerzlos. Für das Wohlbefinden können die Stühle verstellt, die Beine hochgelagert und der Kopf angelehnt werden.

Ballspiel hilft

Da ich eher klein und leicht bin, habe ich während der ganzen Blutspende einen Ball in meiner Hand geknetet, um meinen Blutfluss zu fördern und ein Schwindelgefühl zu vermeiden. Während der Spende wurden mir etwa 500 Milliliter Blut entnommen. Damit eine Ansteckung mit einer Krankheit ausgeschlossen werden konnte, wurde ausschliesslich Einwegmaterial verwendet.

Nach der Spende wurde die ­Nadel entfernt, die Stelle desin­fiziert und ein Verband angelegt. Ausruhen konnte ich mich in der Imbissstube, wo Sandwichs, Gebäcke, warme und kalte Getränke kostenlos angeboten werden. Wir sind etwa 15 Minuten sitzen geblieben und haben viel ge­trunken, um die gespendete Flüssigkeit schneller wieder zu ersetzten.

Alles in allem hat meine Blutspende etwa 45 Minuten ge­dauert und kaum geschmerzt. Auch vor dem Schwindelgefühl, das mir ein bisschen Kummer bereitet hat, muss man sich nicht fürchten.

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