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Pflastersteine bleiben umstritten

Fast 100 Bürgerinnen

Der Gemeinderat Unterseen hatte vergangene Woche den Leitplan Zukunft Altstadt zur Mitwirkung vorgelegt (wir haben berichtet). An einem Infoanlass konnten sich die Interessierten nun am Dienstagabend im vollen, eben renovierten Gemeindesaal über die schrittweise Gestaltung der Altstadt orientierten lassen. Neben Gemeindepräsident Simon Margot, Gemeinderätin Ingrid Hofer, Präsidentin der Planungskommission, und Bauverwalter-Stellvertreter Andreas Mühlheim informierten Denkmalpfleger Michael Gerber, Ortsplaner Adrian Strauss, Architekt Adrian Meyer und Ingenieur Peter Wyss. Das Rad nicht zurückdrehen «Wir können das Rad nicht einfach um 150 Jahre zurückdrehen», begründete Hans Aebersold sein Nein zu «Bsetzisteinen» auf der Unteren Gasse. Er blieb nicht allein. Lärmbelastung durch das Befahren, Stolpergefahr, mühsames Gehen für ältere Leute und Behinderte, besonders mit Rollatoren und Rollstühlen, wurden als Argumente vorgebracht. Anders sehen es Behörden und Fachleute. Für sie ist eine einheitliche Gestaltung von Platz und Strasse wichtig. Gemeinderätin Ingrid Hofer betonte, dass die Pflästerung nicht bis an die Häuser reichen solle. Der Gemeinderat werde einen Vorschlag für die Sanierung der Unteren Gasse unterbreiten, erklärte Gemeindepräsident Margot. Entscheiden werde aber die Gemeindeversammlung. Die Mehrkosten für die Pflästerung werden auf 200000 Franken geschätzt. Nach wie vor Parkplätze? «Klar wäre das schön, aber wo finden wir Ersatz?», sagte Adrian Meyer zu Hanna Muralt, der ein Stadthausplatz ohne parkierte Autos, analog dem Bundesplatz in Bern, vorschwebt. «Die noch vorgesehenen 20 Parkplätze sind ein Kompromiss», erklärte Gemeindepräsident Margot. Auch dass die meisten Bäume auf dem Stadthausplatz verschwinden sollen, wurde kritisiert. Offene Fragen gibt es zudem in Bezug auf die Zugänge zur Altstadt und das Stadttor. Die angeregte Diskussion bewies das grosse Interesse für die künftige Gestaltung der Stedtli-Altstadt. Aber auch bereits Realisiertes wurde nicht verschont: Wieso die Denkmalpflege den «chotzgrusigen» Westabschluss bewilligt habe, wollte Ueli Brawand wissen. «Die Denkmalpflege bewilligt gar nichts», stellte Michael Gerber klar. Sie lege ihre Sicht dar, für die Bewilligung selber sei aber die Gemeinde zuständig. Realisierung in Etappen «Ziel des Gemeinderates ist es, bis im Herbst einen behördenverbindlichen Leitplan vorzulegen», sagte Gemeindepräsident Margot. Im Mitwirkungsverfahren geäusserte Anregungen würden einbezogen. Ortsplaner Adrian Strauss teilt die im Leitplan aufgeführten 22 Massnahmen in drei Etappen ein: 1. Sofortmassnahmen bis Frühling 2011, 2. Sanierung Untere Gasse bis Ende 2012, 3. mittel- und längerfristige Mass-nahmen. Robert Aemmer >

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