Planungszone für Mobilfunkantennen?

Hasliberg

Die geplanten Swisscom-Antennen im und die Zusammenarbeit mit Haslital Tourismus bewegten an der Gemeindeversammlung Hasliberg.

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(Bild: zvg)

Auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung Hasliberg stand einzig die Rechnung und Verschiedenes. Zu reden gab vor allem letzterer Punkt.

Nachdem Haslital Tourismus die Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde Hasliberg gekündigt hat, führt die Gemeinde laut Gemeinderätin Pia Huber Gespräche mit Funktionären und Leistungsträgern und möchte die für Events zuständige Dorfkommission stärken, die allerdings dringend männliche Mitglieder brauchen würde.

Aus der Versammlung heraus wurde angeregt, wie in Innertkirchen künftig die Kurtaxen wieder selber zu verwalten. Ein Votant fand, eine Kurtaxenerhöhung wäre tragbar, während die Vertreterin des Campingplatzes erklärte, die Kurtaxe für Campinggäste sei auf dem Hasliberg höher als überall in der Region.

Haslital Tourismus hat an seiner Versammlung eine Vereinheitlichung der Kurtaxen angeregt, die Festlegung dieser Taxen – und somit auch die für Campingplätze – liegt in der Kompetenz der Gemeinden. Die neuen Vereinbarungen sollen gemäss Haslital Tourismus bis Ende Jahr stehen.

G5-frei?

Gemeindepräsident Arnold Schild orientierte, dass der Gemeinderat den Amtsbericht zu den beiden geplanten Swisscom-Antennen Hochsträss und Reuti auf dem Dach der Seilbahnstation und zur Aufrüstung der Antenne Käserstatt abgegeben hat .

«Reuti haben wir gestoppt, den anderen haben wir zugestimmt», sagte er. Dafür wurde der Gemeinderat aus der Versammlung kritisiert.

«Reuti haben wir gestoppt, denanderen habenwir zugestimmt.»Gemeindepräsident Arnold Schild zum Thema Funkantennen

Heinz Herren stellte fest, dass für alles und jedes ein Richtplan erstellt werden müsse, ausser für solche gesundheitsgefährdenden Anlagen. Die Gemeinde solle eine Planungszone erlassen und so alle Vorhaben stoppen.

Hochsträss diene nicht nur dazu, dass die Bauern im Kleinen Melchtal keine Verbindung zur Aussenwelt haben, sondern auch für die Versorgung des Rosenlauitals. Befürchtet wurde, dass die Frequenzänderung für G5 nicht kommuniziert werde.

Schild versprach, noch einmal über die Bücher zu gehen. Nicht über die Alpbachbrücke gehen können bis zu ihrer Sanierung frühstens im Frühling 2020 Schwertransporte.

Sie brauchen eine Bewilligung, und eine Ampel sorgt dafür, dass nicht ein Schwertransport und ein anderes Fahrzeug auf der Brücke sind. Einheimische Transportunternehmen haben eine Jahresbewilligung.

6, 73 Millionen Eigenkapital

Weniger zu reden gab das Finanzielle: 56Stimmberechtigte genehmigten das Ergebnis des Gesamthaushalts. Nach den Abschreibungen und der Einlage von 168061 Franken in die finanzpolitische Reserve schliesst der steuerfinanzierte Allgemeinen Haushalt ausgeglichen ab.

Die Abschlüsse für Wasser, Abwasser und Abfall sind alle positiv und ergeben zusammengezählt das Gesamthaushalt-Ergebnis von 131'238 Franken. Das Eigenkapital beträgt 6,73 Millionen Franken, der darin enthaltene Bilanzüberschuss des Allgemeinen Haushalts liegt bei 1,16Millionen Franken.

Die Erfolgsrechnung nach Sachgruppen zeigt einen Aufwand von 6,68Millionen Franken auf und einen Ertrag von 6,82 Millionen Franken.

Berner Oberländer

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