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Podestplatz beim Heimauftritt

Mit einem engelsgleichen Auftritt hat die 11-jährige Tina Leuenberger am Jungfrau-Cup den Sprung auf das Podest geschafft.

Für die Eiskunstläuferin Tina Leuenberger aus Iseltwald hat das neue Jahr gut begonnen: Bei der elften Austragung des Jungfrau-Cups in Matten klassierte sich die 11-Jährige auf dem zweiten Rang. Eine Woche zuvor hatte Leuenberger, welche dem Eislaufclub Jungfrau Interlaken angehört, den Sprung in die Intersilber-Kategorie geschafft. Dank dem Wechsel von der bronzenen in die nächst höhere Stufe darf sie im nächsten Winter erstmals an den nationalen Titelkämpfen teilnehmen. Aufgeregt sei sie nicht gewesen, sagte das Talent nach ihrem Heimauftritt. Tatsächlich war dem zierlichen Mädchen, das in einem engelsgleichen weissen Kleid über das Eis glitt, während der Vorführung keine Nervosität anzumerken. Mit einem hochkonzentrierten Gesichtsausdruck präsentierte Tina Leuenberger – begleitet von den Klängen finnischer Instrumentalmusik – die dreiminütige Kür. Am Ende ihres Programms durfte die junge Eisläuferin auf das Eis geworfene Schoggi-Glückskäfer und Blumen entgegennehmen. Auch der Applaus der rund 300 Zuschauer war ihr gewiss. Nach dem Turnen aufs Eis Jede Saison näht Erja Leuenberger ein Kostüm für ihre Tochter, die Musik für die Kür würden sie jeweils zusammen auswählen, erzählt die Mutter. Da Tina auch den finnischen Pass besitzt, hätten sie sich für ein Musikstück aus der zweiten Heimat entschieden. Bevor Tina Leuenberger mit dem Eiskunstlaufen begann, hatte sie eine Kunstturnerklasse besucht. Auf Wunsch ihrer Eltern wechselte sie als Siebenjährige von der Turnhalle auf das Eis. Rund fünf Stunden pro Woche wird sie geschult. Am meisten Spass machen würden ihr die Sprünge, sagt sie lächelnd. Einzig das An- und Ausziehen der Schlittschuhe möge ihre Tochter nicht, ergänzt Erja Leuenberger. Dass Tina in der nächsten Saison an der Schweizer Meisterschaft teilnehme, mache sie zwar sehr stolz, aber wie weit sie nach vorne kommen könne, sei für sie als Mutter nur schwer zu beurteilen. «Die Konkurrenz unter den jungen Mädchen ist sehr gross.» Ohne Intelligenz kein Erfolg Um im Eiskunstlaufen erfolgreich zu sein, seien verschiedene Faktoren zu erfüllen, sagt Trainerin Franziska Steffen, die sich mit den Leistungen ihres Schützlings zufrieden zeigt. «Die Beweglichkeit ist wichtig. Wer den Spagat nicht beherrscht, hat bei den Wettkämpfen praktisch keine Chance.» Zudem würden auch die Ausstrahlung, der Körperbau und die Nerven eine grosse Rolle spielen. Daneben, betont Franziska Steffen, sei die Intelligenz ein bedeutender Faktor. «Was auf dem Eis gezeigt werden darf und was nicht, lässt wenig Spielraum offen. Fällt ein Mädchen während des Auftritts hin, muss es fähig sein, darauf zu reagieren und das Programm dementsprechend anzupassen.» Denn, mit Punktabzügen würden sowohl fehlende als auch während eines Auftrittes zu oft gezeigte Elemente bestraft. Yvonne MühlematterResultate Seite 16 >

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