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Projekt wird umgesetzt

In der Oberen Goldey am Fusse des Harders wurden bei extremen Niederschlägen Plätze, Strassen und Keller durch Quell- und Hangwasser überflutet. Nun werden die Schutzbauten massiv verbessert. Kosten: 680000 Franken.

Die Schwellenkorporation Unterseen hat dem Hochwasserschutzprojekt Obere Goldey bereits am 4.Dezember 2008 zugestimmt und den erforderlichen Kredit gesprochen. Seit Mitte November wird nun gebaut. Das Kernstück der Massnahmen, die neue Ableitung in die Aare, wird Mitte Januar in Angriff genommen. Spätestens Ende Juni 2011 soll das Projekt realisiert sein. In der Oberen Goldey bestehen bereits Verbauungen. Von dort weg, wo die Strasse dem Fuss des Harders folgt, wird sie bergseits von Gräben und betonierten Kanälen begleitet. In ihnen wird das Regen-, Hang- und Quellwasser (Quellaufstösse aus dem Gebiet Habkern) gesammelt und in die nahe Aare abgeleitet. Bei extremen Niederschlägen erwiesen sich die Grabenquerschnitte aber immer mehr als zu klein und zu wenig tief.Die Folge: Das Ableitsystem wurde überlastet, das Wasser trat über die Graben- und Kanalränder, setzte Strassen und Plätze unter Wasser und überflutete Keller. Das Hochwasserschutzprojekt, das jetzt realisiert wird, sieht Folgendes vor: Das Quergefälle des letzten Teilstücks der Brandpromenade – die in die Obere Goldey mündet – wird bergwärts gestellt, das Regen- und Bergwasser in einer Rinne mit Rost gefasst und in den bestehenden Betonkanal geführt. Die Gräben und Kanäle entlang der Fahrbahn Obere Goldey werden wo nötig verbreitert, erhöht und ergänzt. Strassenseitig erhält der Kanal einen Maueraufsatz, damit kein Wasser auf die Strasse fliessen kann. Die Lücken zwischen den Steinschlagschutzmauern werden geschlossen. Die Stege zu den bergseitigen Grundstücken (keine Wohnhäuser) werden bei zu erwartendem Hochwasser mit Dammbalken geschlossen. Der bestehen- de Graben wird ostwärts verlängert. Der bisherige Hauptableitungskanal bleibt bestehen. «Da aber durch den Ausbau der Gräben mehr Wasser gestaut wird, erhöht sich der Wasserdruck, und die Abflusskapazität wird grösser», erklärt Bauingenieur Paul Blumer. Dies reicht aber nicht. Deshalb wird ein neuer, unterirdischer Ablauf zwischen den Wohnblöcken Nummer 87 und 89 hindurch in die Aare hineingebaut. In der Verbindungsstrasse zwischen der Oberen und der Unteren Goldey soll das Quergefälle neu zur Strassenmitte hin verlaufen. So kann sich das Oberflächenwasser in der Strassenmitte sammeln und in die Aare fliessen. «Die Strasse wird so zu einem Überlaufkorridor bei einem Extremereignis», erklärt Blumer. Die angrenzenden, tiefer liegenden Grundstücke werden dadurch besser geschützt.Ueli Flück >

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