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Prostituierte in Bordell ermordet

Aus einem Bordell in Biel wurde gestern die Leiche einer Frau abtransportiert. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus.

Es ist Montagmorgen, neun Uhr. Nahe beim Bieler Dufour-Schulhaus fahren mehrere Polizeiautos vor, Polizisten betreten das Gebäude an der Ernst-Schüler-Strasse 22. Die Spurensicherung folgt. Um 15 Uhr dann parkiert ein Kastenwagen direkt vor dem Eingang, die Heckklappe wird geöffnet. Polizisten schirmen den Eingang ab, trotzdem ist sichtbar, dass eine Bahre aus dem Gebäude getragen wird. Darauf zu sehen: ein geschlossener Leichensack. Die Bahre verschwindet im Kastenwagen, das Auto fährt davon. Was war passiert? Am Montagmorgen wurde hier eine Prostituierte in ihrem Studio tot aufgefunden. Die oberen Stockwerke des Gebäudes an der Ernst-Schüler-Strasse 22 – im Erdgeschoss ist ein Restaurant eingemietet – sind zwar nicht offiziell als Bordell deklariert. Doch es ist stadtbekannt, dass hier Frauen in mehreren Wohnungen Liebesdienste anbieten. Täter ist flüchtig Angaben zur Toten macht die Berner Kapo keine, sie bestätigt aber, dass es sich um eine Prostituierte handelt. Zudem schliesst die Polizei einen Selbstmord aus: «Aufgrund der ersten Erkenntnisse handelt es sich um ein Tötungsdelikt.» Von der Täterschaft fehlt bisher jede Spur. Die Kapo weiss auch noch nicht, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen macht die Polizei keine weiteren Angaben. Tatwaffe gesucht Wann die Frau in ihrem Studio getötet wurde, steht nicht fest. Verschiedene Anwohner geben an, in der Nacht von Sonntag auf Montag nichts Verdächtiges gehört zu haben. Die Polizisten sperrten mehrere Strassen des Quartiers und suchten die Umgebung nach der Tatwaffe ab. Bei zwei Polizisten, die gerade mit Stöcken in einer Hecke herumstocherten, war die Rede von einem Messer. Die Kapo macht jedoch keine Angaben zur Tatwaffe. Die Suche dauerte den ganzen Tag an. pam >

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