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Protest in Bern

AKW-Gegner machten gestern in Bern ihrem Ärger über die Wiederinbetriebnahme des AKW Mühleberg Luft. Der grosse Protest blieb jedoch aus.

Es war der harte Kern, der gestern Mittag noch einmal auf die Strasse ging. Die Grünen protestierten auf dem Berner Waisenhausplatz gegen die Wiederinbetriebnahme des AKW Mühleberg. Nationale und kantonale Politiker nahmen an der Aktion teil, knapp hundert Personen machten schliesslich über Mittag ihrem Ärger Luft – wären nicht bald Wahlen, wären es vielleicht etwas weniger gewesen. Dass das AKW wieder in Betrieb genommen werde, sei skandalös, teilten die Grünen mit. Das Werk weise noch immer gravierende Sicherheitsmängel auf. Die AKW-Gegner machten mit Schutzanzügen, Atomfässern, Sirenen und viel Lärm auf ihr Anliegen aufmerksam, und der Präsident der Grünen, Ueli Leuenberger, verteilte so engagiert Flugblätter, dass die Passanten gar nicht auf die Idee kamen, diese abzulehnen. Mit Ja-Fahnen (zum Atomausstieg) und Nein-Fahnen (zur Atomenergie) zogen die AKW-Gegner weiter auf den Bundesplatz, wo ihnen die Aufmerksamkeit der Medien gewiss war, berichten von dort aus doch das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zurzeit über die bevorstehenden Wahlen. Bald aber zogen sich die AKW-Gegner wieder auf den Waisenhausplatz zurück, wo sie ihre Aktion beendeten. Am Abend folgte die zweite Aktion. Die Gruppierung «Mühleberg aussitzen» forderte bei einem Umzug durch die Innenstadt die Stilllegung des AKW Mühleberg. Bei der gewaltfreien Kundgebung nahmen schätzungsweise 250 Demonstranten teil. Die Polizei hielt sich im Hintergrund.bw/mak; Bilder der Protestaktionen: demo.bernerzeitung.ch>

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