Qualität und Panorama als Trümpfe

Am kommenden Sonntag wird zur 20. Eiger Bike Challenge gestartet. Neben dem Panorama zählt die Qualität der Organisation zu den Trümpfen des sportlichen Events. Nach den Jubiläumsrennen tritt Walter Gottier als OK-Präsident zurück und übergibt den Stab nach zehn Jahren an Andrea Imfeld.

Walter Gottier ist zum letzten Mal OK-Präsident der Eiger Bike Challenge.<p class='credit'>(Bild: zvg/Eiger Bike Challenge)</p>

Walter Gottier ist zum letzten Mal OK-Präsident der Eiger Bike Challenge.

(Bild: zvg/Eiger Bike Challenge)

Wenn es an der Eiger Bike Challenge mit dem Bergvelo in die Berge geht, wenn Strecken von 22, 55 und gar 88 Kilometern mit Höhendifferenzen von 1000, 2500 und 3900 Metern zurückzulegen sind, sind nicht nur die Bikerinnen und Biker gefordert, sondern auch die Organisatoren.

450 Helferinnen und Helfer stehen im Einsatz, die eine Topleistung erbringen und für Qualität sorgen. 2007 hat Walter Gottier, der Berner, der vor 43 Jahren als Lehrer nach Grindelwald ­gewählt worden ist, das OK-Präsidium übernommen. Nun, nach der zwanzigsten Austragung des sportlichen Events, tritt er zurück. Am Telefon beantwortete er Fragen dieser Zeitung.

Walter Gottier sind Sie selber ein Biker?Jetzt ja. Vorher spielte ich Fussball, Volleyball und Tennis. Als 50-Jähriger bewältigte ich dann die 55 Kilometer der Eiger Bike Challenge. Nun bin ich als 63-Jähriger sportlich hauptsächlich auf dem Bike unterwegs.

Die Eiger Bike Challenge ist eine Erfolgsgeschichte. Was sind die Gründe?Die schönen Strecken und die einmalige Landschaft tragen sicher dazu bei. Noch fast wichtiger sind aber die gute Organisation und die routinierten und zuverlässigen vielen Helferinnen und Helfer.

Wie viele Leute arbeiten im ­Organisationskomitee mit?Wir haben einen Stab von 7 Leuten, die zugleich Ressortchefs sind. Im Gesamt-OK arbeiten 28 Personen mit.

Und wie viele Helferinnen und Helfer stehen am Wettkampfwochenende im Einsatz?Rund 450, darunter 25 Zivilschützer.

Ist es schwierig, diese Leute zu rekrutieren?Nein. Das ist hier oben in Grindelwald phänomenal. Die Leute sind mit Begeisterung dabei. Etliche von ihnen stehen dieses Jahr zum zwanzigsten Mal im Einsatz.

Wie haben sich die Teilnehmerzahlen entwickelt?Die Konkurrenz wird immer grösser. Nicht nur der Bikesport hat sich sprunghaft entwickelt, es kommen auch immer wieder neue Sportarten dazu. Wir sind stolz, dass wir unser Teilnehmerfeld bei rund 1000 stabilisieren konnten. Mit den Kindern, die am Kids-Race mitmachen, sind es 1350.

Sie haben ein Budget von 300'000 Franken. Das Startgeld reicht da wohl nicht aus.Nein. Die Kosten sind gestiegen, und die Startgelder können wir nicht erhöhen. Wir sind also auf die ehrenamtliche Mithilfe vieler Leute und auf Sponsoren angewiesen. Die Gemeinde leistet eine Defizitgarantie, und Grindelwald Tourismus stellt neu 20 Stellenprozente zur Verfügung. Zudem müssen wir versuchen, die Rennen mit einem Rahmenprogramm querzufinanzieren.

Wie profitiert Grindelwald vom Bike-Event?Eine Umfrage und andere Bewertungsgrundlagen zeigen auf, dass die Wertschöpfung rund 1 Million Franken beträgt.

Am Wochenende feiert die Eiger Bike Challenge ihr 20-Jahr-Jubiläum.Ja, wir werden feiern. Aber die Rennen stehen natürlich im Vordergrund.

Sie haben ihren Rücktritt als ­OK-Präsident angekündigt.Ich werde im nächsten Jahr pensioniert und werde nach den diesjährigen Rennen als OK-Präsident zurücktreten.

Haben Sie einen Nachfolger ­gefunden?Eine Nachfolgerin: Andrea Imfeld. Sie war bei Grindelwald ­Tourismus Eventmanagerin und führt nun mit ihrem Bruder zusammen ein eigenes Geschäft. Seit eineinhalb Jahren arbeitet sie bereits im Stab mit. Sie kennt die Leute, den Event und den ­Ablauf. Eine gute Lösung!

Wie wird sich die Eiger Bike Challenge weiterentwickeln?Der sportliche Teil, die Rennen, wird sicher weiterhin im Vordergrund stehen. Aber das Drum­herum, das Rahmenprogramm, dürfte eine immer grössere Rolle spielen. Zudem gilt es, neue Trends zu verfolgen und allenfalls einzubinden.

Wer gewinnt am Sonntag das 88-Kilometer-Rennen? Wer wird bester Oberländer?Urs Huber aus Mettmenstetten, der schon 6-mal gewonnen hat, wird wohl nicht zu schlagen sein. Der Sigriswiler Hansueli Stauffer und der Wilderswiler Oliver Zurbrügg dürften die schnellsten Oberländer sein.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt