Raiffeisenbank Frutigland: Gute Zahlen mit bewährter Struktur

Frutigen

Die Raiffeisenbank Frutigland hat an ihrer Generalversammlung positive Zahlen präsentiert. Der VR-Präsident sprach gar von einem Topresultat. Das Umfeld werde aber härter, die Auflagen höher, der Aufwand grösser.

Konnten gute Zahlen präsentieren:?Peter Rösti (links), Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Frutigland und Bankleiter Christoph Berger.

Konnten gute Zahlen präsentieren:?Peter Rösti (links), Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Frutigland und Bankleiter Christoph Berger.

(Bild: Rösi Reichen)

Am Bahnhof Frutigen werden Gäste durch eine schweizweite Plakatwerbung der Raiffeisenbank willkommen geheissen: Adrian Ruch und Mathias Berger, Kadermitglieder der Raiffeisenbank Frutigland lachen ihnen entgegen. An der Generalversammlung am Donnerstag konnten die Verantwortlichen dann auch gute Zahlen präsentieren.

Gut aufgestellt

Für Verwaltungsratspräsident Peter Rösti war es die zehnte Generalversammlung, die er leitete, und Christoph Berger ist seit 35 Jahren auf der Bank tätig. «Immer konnten wir gute Abschlüsse präsentieren», erklärte Rösti, der nach eigenen Angaben «auf die weltbesten Genossenschafter» zählen darf und mit dieser Aussage die nur 291 Anwesenden in der Widihalle erheiterte.

Die Bank hat im Jahr 2015 236 Neumitglieder gewonnen und zählt jetzt 8713 Genossenschafter, die ihren Gutschein zum Besuch des Raiffeisenfestes wahlweise in Frutigen oder Aeschi schon mit der Einladung erhalten haben.

«Die genossenschaftlichen Strukturen haben sich bewährt. Die Angestellten kennen viele Leute persönlich und können darum besser auf ihre Anliegen eingehen», meinte Rösti bei seinem Rückblick. Die Raiffeisenbank bleibe am Boden, verschliesse die Augen nicht vor Neuem, passe sich dem Markt an, entwickle Strategien, immer im Blick auf die Kundschaft. Er lobte die auch im sportlichen Bereich erfolgreichen Mitarbeiter als «fit, fair, trainiert und aktiv».

Christoph Berger wies in seinen Erläuterungen auf den schwierigen Start im Jahr 2015 hin mit der Aufhebung des Mindestkurses gegenüber dem Euro. Dennoch seien die Exporte bei geringeren Preisen und Margen leicht gestiegen. Seit Beginn dieses Jahres verschlechtere sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas.

Fordernde Zinsmargen

Die Raiffeisenbank könne auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das tiefe Zinsniveau und die «schmalen Zinsmargen» (1,26 Prozent) forderten die Bank heraus. Dennoch sieht der Abschluss gut aus: Die Kundengelder haben um 20,7 Millionen Franken auf 569 Millionen zugenommen, und die Ausleihungen konnten mit dem hohen Wert von 92,4 Prozent aus eigenen Mitteln gedeckt werden und stiegen um 27,4 Millionen Franken auf 616,1 Millionen Franken. Hypothekarkredite sind «nach wie vor» stark gefragt, wie Berger erklärte.

Auch die Bilanzsumme stieg um 28,1 Millionen Franken auf 671,3 Millionen. Dank konsequentem Kostenmanagement und Wachstum konnte der Bruttogewinn (4,933 Millionen) erneut gesteigert werden bei einem Betriebsertrag von 9,296 Millionen Franken. Nach Abschreibungen und Rückstellungen bleibt ein Reingewinn von 1,52 Millionen Franken.

Die Mitglieder erhielten sechs Prozent Zins auf ihren Anteilscheinen. Das Eigenkapital hat 30,4 Millionen Franken erreicht und die Raiffeisenbank Frutigland bezahlte über 700 000 Franken Steuern. Berger sieht Wachstumspotenzial beim Geschäft mit Firmen (KMU) und bei den Pensionsplanungen.

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