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«Rapsi» und «Rupsi» heiraten

rapperswilDer Zusammenschluss mit Ruppoldsried ist beschlossene Sache.

«Es handelt sich hier um eine kleinere Fusion, bei der für niemanden Nachteile entstehen sollen», sagte die Rapperswiler Gemeindepräsidentin Christine Jakob (SVP) gestern Abend vor den 82 Anwesenden der Gemeindeversammlung. Es ging um die Zusammenführung von Ruppoldsried und Rapperswil, «Rupsi» und «Rapsi», wie sie etwa auch genannt werden. Zur geplanten Fusion gab es in der Kombihalle der Schulanlagen Rapperswil keine einzige Wortmeldung. Der Fusionsvertrag, das Organisations- und das Urnenwahlreglement wurden von den Stimmberechtigten mit grossem Mehr bei einigen Enthaltungen angenommen. Damit gab auch Rapperswil (2037 Einwohner) grünes Licht für die Fusion mit Ruppoldsried (261 Einwohner). Die Gemeinde wird Rapperswil heissen und ab 2013 somit nicht mehr aus zehn, sondern aus elf Dörfern bestehen. Ruppoldsried: Tiefere Steuern Die Gemeindeversammlung von Ruppoldsried hatte die Fusion bereits am 23.November einstimmig angenommen. Schon seit drei Jahren gibt es in Ruppoldsried keine Verwaltung mehr. Die Gemeinde wird von Rapperswil aus verwaltet. Finanziell bringt die Fusion für die Ruppoldsrieder Vorteile: Sie müssen weniger Steuern bezahlen. Die Steueranlage sinkt von 1,97 Einheiten auf diejenige von Rapperswil mit 1,7 Einheiten. Die Gebühren bleiben dieselben. Die Primarschule Ruppoldsried wird ab dem Schuljahr 2013/2014 in die Schule von Rapperswil integriert. Wie das Schulhaus künftig genutzt wird, ist noch nicht entschieden. Fürs Anpassen der politischen Gremien ist eine Übergangsfrist von einem Jahr vorgesehen. In dieser Zeit nimmt die Ruppoldsrieder Gemeindepräsidentin Heike Greminger Einsitz im Gemeinderat Rapperswil. Auch in der Primarschulkommission, der Tiefbaukommission und der Kommission öffentliche Sicherheit nehmen Vertreter aus Ruppoldsried für ein Jahr Einsitz. Es sind dies die für die Ressorts zuständigen Gemeinderatsmitglieder. Nach der Übergangsfrist erfolgen im Herbst 2013 die Wahlen der Gemeindebehörden fürs fusionierte Rapperswil. Früher emotionales Thema Nach der Verschmelzung der beiden Gemeinden wird ein Prozess mit einer langen Vorgeschichte zu Ende gehen. Denn für Ruppoldsried war eine Fusion noch vor wenigen Jahren ein so emotionsgeladenes Thema, dass Ende 2008 Gemeindepräsident Andres Zwahlen zurücktrat. Dies, weil die Bevölkerung lieber mit dem solothurnischen Messen zusammengehen wollte. Rapperswil seinerseits liebäugelte zuerst mit der Gemeinde Bangerten als Fusionspartnerin. Verkauf eines Schulhauses Die Rapperswiler Gemeindeversammlung hatte noch über andere Geschäfte abzustimmen. Der vom Gemeinderat beantragte Verkauf des Schulhauses Moosaffoltern wurde gutgeheissen. Die Liegenschaft soll zum Preis von mindestens 565000 Franken an den Meistbietenden verkauft werden. Die Versammlung stimmte dem Budget 2012 mit grossem Mehr zu. Es sieht bei Ausgaben von 9,18 Millionen Franken ein Defizit von 586700 Franken vor. Der Kredit für ein neues Feuerwehrfahrzeug Mercedes Sprinter von 123000 Franken wurde ebenfalls gutheissen. Herbert Rentsch>

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