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Reaktion von Magnins Team

Vor einer Woche wurde er zum neuen Trainer von YB U 21 ernannt: Joel Magnin. Mit seiner Erfahrung soll er den Jungtalenten zum Klassenerhalt verhelfen. Ein erster Schritt dazu ist getan: YB U21 hat gegen Chênois 3:0 gewonnen.

Sein Markenzeichen: eine schwarze Schirmkappe. Seine Pose: die Beine verschränkt, den Zeigefinger der rechten Hand am Mund. Joël Magnin ist von Natur aus unaufgeregt. Letzte Woche wurde er kurzfristig zum Cheftrainer von YB U21 ernannt, um die Jungtalente vor dem Abstieg zu bewahren. Die 2:4-Niederlage in Naters am letzten Mittwoch war ein denkbar schlechter Auftakt als Übungsleiter für den ehemaligen YB-Captain. Umso wichtiger nun das Heimspiel gegen den Tabellenfünften Chênois. YB war dringend auf Punkte angewiesen, um den Sprung weg von den Abstiegsplätzen zu realisieren. Die Bedeutung des Spiels zeigte sich auch an den Zuschauern auf der Tribüne im Stade de Suisse. Alle waren sie da: Sportchef Alain Baumann, CEO Stefan Niedermaier und auch Chefscout Werner Gerber. Abgeklärt, intelligent Was die YB-Herren in der ersten Viertelstunde zu sehen bekamen, dürfte sie nachdenklich gestimmt haben: Die jungen Berner wirkten verunsichert und liessen sich von den vehement auftretenden Gästen beeindrucken. Die vielen Fehlpässe sind auch Magnin nicht entgangen: «Zu Beginn spürte man das fehlende Selbstvertrauen meiner Mannschaft», konstatierte er. Der 39-Jährige liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Seine Rolle als Trainer interpretiert er so, wie er auch seine Rolle als Spieler interpretiert hatte: abgeklärt, intelligent und vorausschauend. Magnin kaspert nicht an der Linie herum, sondern sitzt die meiste Zeit auf der Bank. Nur zwischendurch steht er auf und gibt klare Anweisungen, den Blick immer in die Zukunft gerichtet: «Position, Erhan, Position!», ruft er Erhan Kavak zu, der sich für Magnins Geschmack zu lange Zeit nimmt, um seine Position einzunehmen. Der Zwei-Sekunden-Jubel «Als ich die Mannschaft übernommen habe, versuchte ich, den Spielern neues Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu geben», sagte Magnin. Nach und nach kam seine Mannschaft besser ins Spiel, und kurz vor der Halbzeit erzielte der omnipräsente Giuseppe Morello nach Vorarbeit von Albert Spahiu das 1:0. Bemerkenswert der Jubel von Magnin: Er stand auf, ein kurzer Ausruf, und schon sass er wieder in seinem Sessel. Beine verschränkt, Zeigfinger am Mund. Der Jubel dauerte ungefähr zwei Sekunden. Was die Mannschaft um Captain Morello in der zweiten Halbzeit vorführte, war erfreulich: Dribblings, schnelle Kombinationen, viele Torchancen. YB spielte sich in einen wahren Spielrausch. Dass sie am Ende nicht 6:0 gewannen, lag alleine an der mangelnden Effizienz. Wie eine qualitativ so starke Equipe so schlecht klassiert sein kann, wollte Magnin nicht kommentieren. Sein Blick ist auf die kommenden Aufgaben gerichtet. David Mühlemann >

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