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Regierung verlangt tiefere Krankenkassenprämien

Kanton BernFür den Regierungsrat ist die Sache klar:

Mittlerweile bezahlen Bernerinnen und Berner die dritthöchs-ten Krankenkassenprämien der Schweiz. Nun verspricht der Regierungsrat eine gewisse Linderung – allerdings kann er sie nicht selbst herbeiführen. Er schreibt: «Spätestens ab 2014 müssen die Krankenkassenprämien deutlich sinken.» Konkret verlangt die Regierung, dass die Berner ab 2014 oder schon 2013 im Durchschnitt um gut 200 Franken im Jahr entlastet werden. Eine Jahresprämie beträgt im Schnitt gut 5000 Franken. Hintergrund der ultimativen Forderungen des Regierungsrats ist die neue Spitalfinanzierung, die 2012 in Kraft tritt. Sie führt im Kanton Bern zu einer massiven Mehrbelastung des Kantonshaushalts, da hier der Anteil der Privatspitäler ungewöhnlich gross ist. Laut der Regierung geht es um 260 Millionen Franken im Jahr. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Kostensteigerung, sondern um eine reine Kostenverschiebung von den Krankenkassen zum Kanton. Dies streiten auch die Krankenkassen nicht ab. Die Frage ist nur, ob sie deswegen die Prämien senken. Ihr Verband Santésuisse macht keine Prognosen zu den Berner Prämien. Er warnt, die neue Spitalfinanzierung führe schweizweit zu einer einmaligen Prämienerhöhung. Zudem verweist Santésuisse auf das stetige Kostenwachstum und betont, die Reserven der Kassen im Bernbiet seien zu tief. Dies hat die Regierung allerdings bereits berücksichtigt: Deshalb verlangt sie die Prämienreduktion erst 2014 und nicht schon 2012.fabSeite 11>

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