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Bald rollen die Autos mit Tempo 30 durchs Dorf

Die Ortsdurchfahrt von Uettligen soll umgestaltet. Dazu gehört eine Temporeduktion. Der Zeitpunkt ist noch offen.

Der Mitwirkungsbericht und das Konzept für die Ortsdurchfahrt in Uettligen liegen zurzeit öffentlich auf. Foto: Nicole Philipp
Der Mitwirkungsbericht und das Konzept für die Ortsdurchfahrt in Uettligen liegen zurzeit öffentlich auf. Foto: Nicole Philipp

Immer wenn Verkehrsberuhigungen aufs Tapet kommen, gehen die Meinungen weit auseinander. Das zeigte die Mitwirkung beim Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Ortsdurchfahrt Uettligen. Der motorisierte Verkehr werde unnötig eingeschränkt, Tempo 30 auf einer Hauptverkehrsachse sei widersinnig, das Konzept verursache unnötige Investitionen, hiess es in mehreren Eingaben.

Defizite korrigieren

Am anderen Ende der Skala wurden eine längere Strecke mit Tempo 30, mehr Trottoirs und Velostreifen gewünscht. Aber insgesamt, fasst der Mitwirkungsbericht zusammen, seien die Behörden auf dem richtigen Weg: «Besonders Tempo 30 im Dorfzentrum wird mehrheitlich gewünscht.» Der Bericht und das Konzept für die Ortsdurchfahrt liegen zurzeit öffentlich auf.

Auslöser für das Projekt seien die geplante Erschliessung für die neue Überbauung Uettligen-West und der Verkehrsrichtplan der Gemeinde gewesen, erklärt Rowan Borter, Leiter Gemeindebetriebe Wohlen.

Dieser Richtplan zeigte mehrere Problembereiche auf, etwa bei der Sicherheit der Schulwege, den Fussgängerstreifen und dem fehlenden Übergang zwischen ausser- und innerorts, was zu erhöhter Geschwindigkeit im Dorfzentrum führt. Das kantonale Tiefbauamt schreibt auf Anfrage, dass es darum ging, neue ­Bedürfnisse wie Strassenanschlüsse, Schulwege und öffentlichen Verkehr aufeinander abzustimmen.

«Die Gemeinde ist daran interessiert, dass das Vorhaben rasch umgesetzt wird.»

Rowan Borter, Leiter Gemeindebetriebe Wohlen

Das Konzept sieht vor, auf den drei Einfallsachsen mit einer Bodenwelle den Ortseingang besser zu markieren und damit die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu senken. Das sei ein «taugliches Mittel», heisst es dazu im Mitwirkungsbericht. Im Dorfzentrum selber soll Tempo 30 eingeführt werden.

Das geht einher mit einer Verbreiterung der Trottoirs und einer Verengung der Fahrbahn auf 6 Meter. Eigentlich brauche es im Tempo-30-Bereich nicht unbedingt Fussgängerstreifen, sagt Rowan Borter. Trotzdem werden die bestehenden Übergänge angepasst und sicherer gestaltet mit einer breiteren Mittelinsel. Auch mit Blick auf den Schulweg und das Altersheim.

Haltestelle auf Fahrbahn

Ein wichtiger Projektteil sind die Bushaltestellen. Alle Haltestellen müssen behindertengerecht angepasst werden. Einzig für jene an der Ortschwabenstrasse in Richtung Bern ist weiterhin eine Bucht vorgesehen. Die anderen werden sich wie bisher auf der Fahrbahn befinden, jene beim Coop wird Richtung Westen verschoben.

«Der Platz fehlt, überall eine Haltebucht zu erstellen», sagt Borter. Diese müssten bis zu 60 Meter lang sein, damit die Gelenkbusse sauber an die Trottoirkante heranfahren könnten.

Als nächsten Schritt wird der Kanton das konkrete Projekt ausarbeiten und öffentlich auflegen. Hier können Einsprachen gemacht werden. Über den genauen Terminplan kann das kantonale Tiefbauamt noch keine verbindlichen Aussagen mache. Das hänge von den «finanziellen und personellen Ressourcen» ab. Die Kosten stehen erst fest, wenn das detaillierte Projekt vorliegt. Den Kredit muss der Regierungsrat bewilligen.

«Die Gemeinde ist daran interessiert, dass das Vorhaben rasch umgesetzt wird», sagt Rowan Borter. Wohlen müsste die Kosten für jene Teile des Projekts übernehmen, welche Gemeindestrassen betreffen.

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