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Kanton Bern will Amok-Rentner Kneubühl verwahren lassen

Der als Amok-Rentner bekannt gewordene Peter Hans Kneubühl will sich nicht therapieren lassen. Deshalb wollen ihn die kantonalen Behörden nun ordentlich verwahren lassen.

skk
Peter H. Kneubühl verschanzte sich im Herbst 2010 in seinem Haus und wurde erst nach neun Tagen gefasst. Vor Gericht wurde er für psychisch krank erklärt. Foto: Keystone
Peter H. Kneubühl verschanzte sich im Herbst 2010 in seinem Haus und wurde erst nach neun Tagen gefasst. Vor Gericht wurde er für psychisch krank erklärt. Foto: Keystone

Abgezeichnet hat sich der Schritt eigentlich schon länger, Anfang März soll er nun vollzogen werden. Folgt das Regionalgericht in Biel dannzumal dem Antrag der kantonalen Bewährungs- und Vollzugsdienste, wird Peter H. Kneubühl ordentlich verwahrt. In diesem Sinne bestätigten die Behörden am Dienstag dem «Blick» gegenüber eine Recherche des Regionalsenders TeleBärn vom Vortag.

Schweizweit bekannt geworden ist der mittlerweile 76-Jährige vor zehn Jahren als Amok-Rentner. Um eine Besichtigung und damit letztlich die Versteigerung seines elterlichen Heims zu verhindern, verschanzt er sich im Herbst 2010 in seinem Haus. Während des nachfolgenden Polizeieinsatzes spielt er Katz und Maus mit den Einsatzkräften, schiesst gar einem Beamten in den Kopf und verletzt diesen lebensgefährlich. Nach neun Tagen wird er gefasst.

Drei Jahre später muss er vor dem Gericht erscheinen. Er wird für psychisch krank erklärt und als schuldunfähig eingestuft. Statt zu einer Gefängnisstrafe wird er zu einer stationären therapeutischen Massnahme verurteilt, einer sogenannten kleinen Verwahrung. Kneubühl selber macht schon länger klar, dass er sich nicht therapieren lassen will. Deshalb wollen die kantonalen Behörden ihn nun ordentlich verwahren lassen.

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