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Liegenschaften werden neu bewertet

Die Neubewertung der Liegenschaften wirkt sich auf den Eigenmietwert aus. Das Parlament wird sich erneut mit den Grundstückssteuern beschäftigen.

Je nach Veränderung des Zielmedians wird dies zur Veränderung der Steuerlast führen.
Je nach Veränderung des Zielmedians wird dies zur Veränderung der Steuerlast führen.
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Wahrscheinlich erwartet die Gemeinden nicht ganz so ein hoher Geldsegen wie erwartet. Das geht aus der neusten Mitteilung der Regierung zur allgemeinen Neubewertung der Grundstücke hervor.

Noch im September ging die kantonale Steuerverwaltung davon aus, dass die Gemeinden mit Mehreinnahmen von bis zu 115 Millionen Franken aus den Liegenschaftssteuern rechnen können. Dies, weil die für die Steuern relevanten amtlichen Werte an den meisten Orten im Kanton steigen werden.

Nun könnten es noch rund 105,6 Millionen Franken sein, Liegenschafts- und Vermögenssteuern zusammengerechnet. Und nur, wenn der Grosse Rat im März beschliesst, dass ein amtlicher Wert von 77 Prozent des für den Verkauf relevanten Verkehrswerts gelten soll.

Diesen sogenannten Zielmedian strebt die Regierung an. Bestätigt der Grosse Rat im März hingegen seinen zuvor angestrebten Zielmedian von 70 Prozent, sind es lediglich 79,2 Millionen Franken. Der Kanton würde 45 Millionen Franken zusätzliche Einnahmen erzielen. Bei 77 Prozent wär es auch hier ein Drittel mehr.

Das Parlament wird sich erneut mit der Neubewertung beschäftigen, weil das Bundesgericht das ursprüngliche Vorgehen als widerrechtlich befunden hatte. Die Gesetzesgrundlage dafür, einen Zielmedian festzusetzen, fehlte. Die neuen Werte sollen ab dem Steuerjahr 2020 gelten.

Weniger als 10 Prozent

In ihrer Mitteilung macht die Regierung zudem darauf aufmerksam, dass die Neubewertung indirekt auch Auswirkungen auf den Eigenmietwert haben wird – also jenen Betrag, den Liegenschaftsbesitzer als fiktives Einkommen in ihrer Steuererklärung deklarieren müssen. Für Hauseigentümer, die in ihren Liegenschaften wohnen, wird die Neubewertung also nicht nur bei den Vermögens- und Liegenschaftssteuern, sondern unter Umständen auch bei der Einkommenssteuer spürbar sein.

Allerdings ist es laut Steuerverwalter Claudio Fischer nicht zwingend, dass sich der amtliche Wert und der Eigenmietwert im gleichen Verhältnis verändern werden. Die Hälfte der Betroffenen wird nach der Neubewertung einen höheren, die andere einen tieferen Eigenmietwert haben. Die Abweichung wird in 93 Prozent der Fälle jedoch weniger als 10 Prozent des heutigen Eigenmietwerts betragen. (sar)

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