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Region packt ihre Chance

130 Fachleute und Hauseigentümer informierten sich am Energie-Apéro in Interlaken über Energieeffizienz und wie sie

«Die Förderung einer effizienteren Energienutzung und lokaler erneuerbarer Energien hilft nicht nur dem Klima weltweit, sondern auch der Wirtschaft vor Ort», sagte Ruedi Meier, Geschäftsleiter des Vereins Energie-cluster.ch. «Der Energiebereich ist wichtig für die Schaffung von Arbeitsplätzen, gerade auch im Berggebiet.» Auch das Oberland habe das nötige Knowhow, um diese Chance zu nutzen. Und es gebe in allen Bereichen innovative Unternehmen – von Holzbau Zenger in Habkern, das ein eigenes Verfahren für die Pelletsherstellung aus Sägereiabfällen und Waldrestholz entwickelt hat, bis zu den Kraftwerken Oberhasli. Beraten lassen «Drei Milliarden Franken werden im Kanton Bern heute für Energie gebraucht», rechnete Ulrich Nyffenegger, Leiter der kantonalen Energiefachstelle, vor. «Das meiste fliesst für Öl ins Ausland.» Mit Vorschriften für Neubauten und Anreizen, die auch Sanierungen fördern, soll der Energiebedarf gesenkt und künftig vorwiegend mit einheimischen erneuerbaren Energien gedeckt werden. Auf dieses Ziel wird mit vielfältigen Fördermassnahmen und Initiativen hingearbeitet, deren Wirkung Energie-cluster.ch mit Beratung, Vernetzung und Infoanlässen wie dem Energie-Apéro unterstützt. Für konkrete Projekte empfiehlt sich aber eine Besprechung bei der regionalen Energieberatungsstelle. Denn die Fördermassnahmen reichen vom Gebäudeprogramm aus der CO2-Abgabe des Bundes über Beiträge des Kantons für speziell energieeffiziente Neubauten, für Sanierungen und lokale Energieprojekte wie etwa Holzwärmenetze, bis zu Programmen von Gemeinden, Unternehmen oder anderen Privaten wie etwa dem Hausverein. Viele Wege führen zum Ziel Ulrich Nyffenegger rechnete vor, dass für die Sanierung eines Einfamilienhauses 21000 bis 45000 Franken Förderbeiträge ausgelöst werden können – sofern man die Gesuche einreicht, bevor gebaut wird. Dazu können je nach Ort und Projekt auch Steuervorteile und Fördertarife von Elektrizitätswerken kommen. Wie das Bödeli in der Energieversorgung bis 2035 den Schritt von 88 Prozent nicht erneuerbaren zu 70 Prozent lokalen erneuerbaren Energien schaffen könnte, zeigen die Bödeligemeinden mit dem ersten Energierichtplan im Kanton Bern. Sonnenenergie nutzen Neuerungen in der Gasnutzung mit Wärmekraftkoppelung bis hin zur «stromproduzierenden Heizung» fürs Einfamilienhaus präsentierte Martin Stadelmann vom Schweizer Gasindustrie-Verband. Wie sich die Sonne mit Fotovoltaikanlagen und Sonnenkollektoren an verschiedensten Lagen und Gebäuden nutzen lässt, zeigte Florian Schweizer von Conergy. Was Sonnenenergie möglich macht, wenn ein Neubau konsequent auf ihre Nutzung ausgerichtet wird, zeigte der Sigriswiler Architekt Andreas Wegmüller. Sein «Plusenergiehaus» in Matten, dessen Architektur unter anderem die unterschiedlichen Sonnenstände im Sommer und Winter nach Bedarf für Beschattung und Heizung nutzt, produziert mehr Energie, als die Bewohner verbrauchen. Sibylle Hunziker >

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