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Reise um die Welt an einem Nachmittag

SpieltagEuropa, Asien, Afrika, Amerika und Australien: Auf allen fünf Kontinenten war am Samstag Spass angesagt. Dafür sorgten die Helferinnen der Ludothek Langnau.

Über das erste Reiseziel waren sich die fünf Pfadikollegen rasch einig. «Wir gehen nach Europa.» Herzlich werden sie von einer Reiseführerin empfangen, die als Erstes ein Erinnerungsfoto knipst. Zur Gruppe gehört Nils Graber. Der 10-Jährige hat sich auf den Samstagnachmittag gefreut. Denn schon im Vorfeld haben die Jungs abgemacht, gemeinsam am nationalen Spieltag teilzunehmen. «1993 wurde bei den Schweizer Ludotheken erstmals in nationalem Rahmen gespielt», berichtet Elisabeth Schenk, Leiterin der Ludothek Langnau. Seither werde der Spieltag alle drei Jahre wiederholt. Mit dem Anlass wollen die Verantwortlichen Spass vermitteln und den Bekanntheitsgrad der Ludotheken landesweit verbessern. «Das Motto des Spieltages ist jeweils frei wählbar», sagt Schenk, die sich heuer mit ihrem Team für eine Weltreise entschieden hat. In der Turnhalle der Sekundarschule Langnau haben die zwölf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Ludothek die fünf Kontinente in einer Art Parcours aufgestellt. Gespielt wird in Gruppen von vier bis sechs Personen; auf jedem Kontinent können maximal drei Spiele gespielt werden. Dabei gehe es nicht um Sieg oder Niederlage, betont Elisabeth Schenk, «sondern ums Erleben». Die meisten Spiele seien in Anlehnung an Schachtelspiele nachgebaut. Der Spass beginnt für die Teilnehmenden nicht erst beim Koi-Fischen in Asien oder beim Geldscheffeln in Amerika. Bereits die Einreise ist ein Erlebnis. Beim Passbüro bekommen alle ein Reisedokument ausgehändigt. Danach gehts durch die Sicherheitskontrolle. «Hast du etwas im Hosensack?», fragt die Sicherheitsbeauftragte ein Mädchen, nachdem ein schrilles Piepsen ertönt. Kurz nach der Eröffnung befinden sich auf allen Erdteilen zahlreiche Touristen. Nebst Kindern reisen auch Eltern, Tanten, Göttis und Grosseltern mit. Mittlerweile hat Nils Graber mit seinen Freunden Europa verlassen und die Grenze zu Afrika überschritten. Hier stehen sechs kleine Plastiktonnen. In jeder steckt ein andersfarbiger Ball. Nun muss man sich merken, in welcher Tonne welche Farbe ist, denn die Behälter werden laufend verschoben. Es sei schwierig, sich eine Farbe zu merken, erklärt Jan Graf (11), während er die Tonnen nicht aus den Augen lässt. «Ich finde die Idee einer Weltreise toll», lobt seine Mutter Beatrice Graf, die ebenfalls mitmacht. Jacqueline Graber >

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