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Reserven der Organisatoren aufgebraucht

ThunfestWegen des verregneten Samstags am Thunfest 2010 sind die finanziellen Reserven des Vereins Thunfest aufgebraucht. Die Zukunft des Anlasses ist zwar gesichert. Sollte es jedoch in anderthalb Wochen bei der Thunfest-Ausgabe 2011 wieder stark regnen, ist das Feuerwerk im

Vergangenes Jahr hat es am zweiten Tag des Thunfests nur einmal geregnet; der Samstag fiel komplett ins Wasser. «So schlechtes Wetter habe ich bisher an einem Thunfest noch nie erlebt», sagte OK-Präsident Matthias Harte damals. Der Dauerregen blieb nicht ohne Konsequenzen: Am Samstag kamen nur rund 30000 Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt, normalerweise sind es mehr als doppelt so viele. Der Verkauf der Festbändel während beiden Tagen – es wurden rund 10000 Stück abgesetzt – lief vergleichsweise noch gut, doch im Vergleich mit der Thunfest-Ausgabe 2009 waren es ebenfalls rund 20 Prozent weniger. Unter dem Strich resultierte für die Organisatoren ein Verlust von 90000 Franken, wie an der Hauptversammlung des Vereins Thunfest im Mai zu erfahren war (wir berichteten). Die finanziellen Reserven wurden arg strapaziert. Mit dem Thuner Gemeinderat konnte sich der Verein darauf einigen, dass die letztjährige Rechnung für Dienstleistungen der Stadt in der Höhe von gegen 100000 Franken gestaffelt bezahlt werden kann. Fest an sich ist nicht gefährdet Wie geht es nun mit dem Thunfest weiter? Ist die Zukunft des Grossevents gefährdet, wenn bei der kommenden Ausgabe am 12. und 13. August nicht eine bestimmte Anzahl Festbändel verkauft wird? «Das kann man so nicht sagen», hält OK-Präsident Harte fest. Der geringere Besucheraufmarsch 2010 habe ja etwa auch dafür gesorgt, dass die Abrechnung für die Reinigung des Festgeländes tiefer ausgefallen sei als in anderen Jahren. «Die 10000 verkauften Bändel waren gar kein schlechter Wert», sagt Harte und fügt an: «Wenn dieses Jahr die Sonne scheint, sollten wir wieder finanzielle Reserven bilden können.» Sollte es jedoch am übernächsten Wochenende wieder ähnlich stark regnen wie am Thunfest 2010, bliebe dies nicht ohne Folgen: «Die künftige Durchführung des Thunfests an und für sich wäre zwar nicht gefährdet, das Feuerwerk bei der Ausgabe 2012 allerdings schon», erklärt Harte. Für dieses Szenario liess sich der Vorstand bereits im Mai von den Vereinsmitgliedern dazu legitimieren, den Entscheid «Feuerwerk 2012: ja oder nein?» selbst zu treffen – je nach Ausgang des Thunfests 2011. Stadt Thun spendet Beitrag Für die kommende Ausgabe steht den Organisatoren ein Budget von 340000 Franken zur Verfügung. Das sind 90000 Franken weniger als 2010, als auch das Feuerwerk zu Buche schlug. Mit der Swisscom konnten die Organisatoren der Öffentlichkeit vor kurzem einen neuen Co-Sponsor präsentieren. Das Kommunikationsunternehmen, das dem Verein einen hohen vierstelligen Betrag zur Verfügung stellt, ist nebst Feldschlösschen erst der zweite nationale Sponsor. OK-Präsident Matthias Harte möchte das Engagement der Swisscom weder über- noch unterbewerten: «Das OK ist letztlich über jeden Beitrag froh, ob es nun 40 Franken von einem Vereinsmitglied oder mehrere Tausend Franken von einem Grosskonzern sind.» Selbstverständlich hoffe das OK aber, dass die Swisscom langfristig als Sponsor dabei bleibe. Ebenfalls erstmals als Sponsor mit an Bord ist die Stadt Thun, die das Thunfest mit 10000 Franken unterstützt. Abgesehen davon erhalten die Organisatoren jedoch nach wie vor keine Barbeiträge von Behörden und Steuerzahlern. Der Verein Thunfest ist und bleibt ein Non-Profit-Verein. Preise bleiben unverändert Keine Änderungen gibt es dieses Jahr bei den Eintrittspreisen: Ein 2-Tagespass kostet an der Abendkasse weiterhin 35 Franken (Vorverkauf: 31 Fr.); am Samstag ist der Festbändel für 25 Fr. (22 Fr.) und am Freitag für 20 Fr. (17 Fr.) erhältlich. Der Festival-Perimeter wird heuer um den Hoffmann-Platz (unmittelbar hinter dem Postgebäude am Bahnhof) erweitert. Dort befinden sich an beiden Tagen ein Kinder-Fun-Land und Marktstände; «ein Angebot, das sich insbesondere an Familien richtet», so Harte. Für Sicherheit und Überwachung des Bändel-Perimeters stehen am Thunfest rund 90 Personen, die vom Verein selbst aufgeboten werden, im Einsatz. Auch die sogenannten Crowd-Manager sind mit fünf Personen wieder mit von der Partie. Sie sind mit einem Megafon ausgestattet und würden «bei hohem Besucheraufkommen entsprechende Massnahmen ergreifen», wie Harte erklärt. Die Crowd-Manager wurden letztes Jahr neu eingeführt – als Reaktion auf die Massenpanik an der Loveparade in Duisburg mit mehreren Toten.Gabriel Bergerwww.thunfest.ch>

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