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Rettungen im Wald geübt

Rettungssanitäter in

Forstunfälle stellen für den Rettungsdienst eine grosse Herausforderung dar. Gerhard Moser, der Ausbildungsverantwortliche im Rettungsdienst der Spital STS AG, widmete den internen Schulungstag in Zweisimmen diesem Thema. 14 angehende Rettungssanitäterinnen und -sanitäter übten ab der Bohag/Rega-Basis. Moser standen mit den Holzfachleuten Arno Reichenbach aus Zweisimmen und Res Mühlethaler aus St.Stephan zwei kompetente Mitausbildner zur Seite. In Schnee und Kälte Zur Winterzeit sind die Forstleute meist in unwegsamem Gelände mit Holzschlag beschäftigt. Auch am Mannenberg sind Waldarbeiter am Werk. Das steile, unwegsame Gelände bot sich bei Schnee und Minustemperaturen als Übungsplatz möglicher Forstunfälle an. Zum typischen Forstunfall beim Fällen mit der Motorsäge führte den übenden Rettungsdienst kein programmiertes GPS. Am zweiten Posten musste der abgestürzte Forstwart beim sogenannten Steigunfall unterhalb des Felsens erst gefunden werden. Teilnehmerin Heidi Tschabold formulierte es treffend: «Normalerweise sind wir nur zu zweit und nicht eine ganze Gruppe. Da ist man als Retterin gefordert und stösst schnell einmal an die physische und psychische Grenze. Die Anforderung zusätzlicher Hilfe durch den SAC oder die Rega ist unumgänglich.» Bei der Bohag/Rega-Basis mussten sich die Teilnehmer mit dem Auffinden des Einsatzortes befassen. Die Meteoeinflüsse, die Beurteilung des Geländes nach Karte und Koordinaten gehörten da zu den einsatztaktischen Schwerpunkten. Für Arno Reichenbach stand der Tag unter einem guten Stern: «Die angestrebten Ziele sind alle erreicht, es wurde durchwegs mit Sorgfalt und unfallfrei gearbeitet. Die Rettungssanitäter kennen die vorbereitete Notfallorganisation beim Forst und sind trotz der erschwerten Bedingungen im Wald auch für den Eigenschutz sensibilisiert.» Glück im Unglück Forstwart Res Mühlethaler schilderte den Aspiranten bei dieser Gelegenheit, wie er einen Steigunfall am eigenen Leib erlebt und überlebt hatte. Die geschilderten Sequenzen als Fall aus der Praxis beeindruckten die Lernenden. Es geschah vor einem Jahr bei der Ausführung eines Spezialholzerauftrages in Bern. Mühlethaler war zuoberst auf einem vorbereiteten Baum angeseilt. Der eingesetzte Transporthelikopter verlor einen Teil seiner Last. «Ein 400 Kilo schwerer Ast traf mich. Mit gebrochenen Lendenwirbeln und mehreren Rippenbrüchen musste ich geborgen werden.» Vier Ambulanz-Standorte Gabriela Zürcher, Leiterin der Administration beim Rettungsdienst der STS AG, gab einen Einblick in das Ambulanz- und Rettungskonzept: «Eine Hauptaufgabe ist, die rettungsdienstliche Grundversorgung im ganzen Einzugsgebiet zu gewährleisten.» Zu diesem Zweck ist an den vier Ambulanz-Stützpunkten Gesigen (Hauptsitz), Thun, Zweisimmen und Saanen eine 24-Stunden-Einsatzbereitschaft organisiert. Über 6300 Einsätze mussten mit den neun Ambulanzfahrzeugen und vier Einsatzleiterfahrzeugen 2009 geleistet werden. Fritz Leuzinger >

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